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Diplomatiestreit

Brnabić attackiert Kroatien: „Enttäuscht, weil die EU Serbien nicht sanktioniert hat“

Brnabić attackiert Kroatien: „Enttäuscht, weil die EU Serbien nicht sanktioniert hat“
Foto: epa/ANDREJ CUKIC, iStock
2 Min. Lesezeit |

Kopenhagen, diplomatische Kulisse – und Brnabic schlägt zurück. Ihre Worte in Richtung Zagreb sitzen.

Ana Brnabic, Präsidentin der serbischen Nationalversammlung, nahm in Kopenhagen an der Konferenz der Parlamentspräsidenten der Europäischen Union und der Beitrittskandidatenländer teil. Am Rande des Treffens äußerte sie sich zu Berichten kroatischer Medien, denen zufolge Präsident Aleksandar Vucic die Europäische Kommission erneut gespalten habe. Laut der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug wies Brnabic diese Darstellung zurück und übte dabei deutliche Kritik an Zagreb.

Kritik an Zagreb

Die Parlamentspräsidentin zeigte sich wenig überrascht von der kroatischen Reaktion. Zagreb und die kroatischen Medien seien enttäuscht, weil die Europäische Kommission beschlossen habe, Serbien keine EU-Mittel einzufrieren – und damit auf eine Bestrafung der serbischen Bevölkerung verzichtet habe. „Das ist praktisch dieselbe Politik wie die der Blockierer“, sagte Brnabic und stellte damit eine direkte Verbindung zur Haltung jener Kräfte her, die Serbiens EU-Annäherung gezielt behindern wollten.

Darüber hinaus äußerte Brnabic den Verdacht, dass hinter dem Druck auf Serbien handfeste innenpolitische Motive steckten: Einige wollten das Land bestrafen, um die Bürgerinnen und Bürger dazu zu bringen, die politische Opposition zu unterstützen.

Konferenz positiv bewertet

Die Konferenz in Kopenhagen selbst bewertete sie positiv. Das Treffen sei für Serbien von Nutzen gewesen, betonte Brnabic, und hob eine neu ins Leben gerufene Initiative zur Zusammenarbeit zwischen den EU-Beitrittskandidatenländern hervor.

In den Gesprächen sei zudem die Forderung laut geworden, dass im europäischen Integrationsprozess für alle Kandidatenländer dieselben Maßstäbe gelten müssten.

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KO KOSMO-Redaktion
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