Ein Einjähriger gerät unter einen 1,5-Tonnen-Radlader – am Steuer sitzt sein achtjähriger Bruder. Der Vater war dabei.
Ein einjähriger Junge wurde an einem Dienstag auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im baden-württembergischen Ruppertshofen von einem Radlader erfasst. Der Unfall ging glimpflicher aus, als die Umstände vermuten ließen.
Das Kleinkind geriet unter ein 1,5 Tonnen schweres Fahrzeug, das von seinem achtjährigen Bruder gelenkt wurde. Der Vater der beiden war während des Vorfalls anwesend und beobachtete das Geschehen. Der Einjährige überlebte den Unfall und wurde umgehend per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen – sein Zustand war zu keinem Zeitpunkt lebensbedrohlich.
Ermittlungen aufgenommen
Warum der Achtjährige das Fahrzeug steuerte und weshalb das Kleinkind in diesem Moment unbeaufsichtigt war, ist bislang nicht geklärt. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen aufgenommen. Im Raum steht der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung infolge einer Verletzung der Aufsichtspflicht.
Sicherheitsrisiken auf Höfen
Das Ereignis wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitsrisiken, die landwirtschaftliche Betriebe für Kinder bergen können. Gerade in familiären Strukturen kommt der Aufsichtspflicht eine zentrale Bedeutung zu.
Ob im vorliegenden Fall Versäumnisse vorlagen, die den Unfall begünstigt haben, sollen die laufenden Ermittlungen klären.