Die österreichische Regierung setzt mit drastischen Sparmaßnahmen einen markanten Akzent. Eine Erhöhung der Gerichtsgebühren sorgt für Aufruhr und signalisiert finanziellen Druck.
Die österreichische Regierung hat eine Reihe von Sparmaßnahmen eingeführt, die bedeutende finanzielle Auswirkungen haben werden. Im Zentrum dieser Maßnahmen steht die Erhöhung der Gerichtsgebühren um 23 Prozent. Diese betrifft feste Gebührensätze in zivilgerichtlichen Verfahren bis zu einer Bemessungsgrundlage von 350.000 Euro, Gebühren für einvernehmliche Scheidungen sowie Eintragungs- und Eingabegebühren in Firmenbuchsachen. Auch die Gebühren für Grundbuchauszüge und Firmenbuchabfragen sind davon betroffen. Die Erhöhung ist eine Reaktion darauf, dass diese Gebühren zuvor zweimal ausgesetzt wurden.
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Steuerliche Anpassungen
Weitere Änderungen betreffen die motorbezogene Versicherungssteuer für Elektrofahrzeuge, die nun erstmals erhoben wird. Diese Maßnahme soll bis 2025 Einnahmen von 65 Millionen Euro generieren. Eine andere bedeutende Änderung ist die Abschaffung der Mehrwertsteuer-Befreiung für Photovoltaikmodule ab April, wodurch der reguläre Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent greift. Diese Maßnahme wird voraussichtlich 175 Millionen Euro einbringen.
Zusätzlich wurde die Wettgebühr von zwei auf fünf Prozent erhöht, was der Regierung Einnahmen von 50 Millionen Euro einbringen soll. Auch bei der Tabaksteuer gab es Anpassungen, die Tabak zum Erhitzen einschließen. Hier bewegen sich die Preissteigerungen zwischen 20 und 50 Cent, wobei einige Marken die Erhöhungen bereits vorweggenommen haben. Diese Maßnahme soll ebenfalls 50 Millionen Euro generieren.
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Weitere Maßnahmen
Die Bildungskarenz läuft mit Monatsende aus und kann nur noch in Anspruch genommen werden, wenn sie bis zum 28. Februar 2025 vereinbart und die Bildungsmaßnahme bis spätestens 31. Mai begonnen wird. Diese Änderung soll dem Budget eine Einsparung von 350 Millionen Euro bringen.
Ab der Jahresmitte werden auch die Bundesgebühren für Reisepässe und Führerscheine angehoben. Schließlich betreffen zwei weitere Maßnahmen die Banken und die Elektrizitätswirtschaft: Eine zusätzliche Bankenabgabe soll 350 Millionen Euro einbringen, während der Standort-Beitrag der Elektrizitätswirtschaft mit 200 Millionen Euro veranschlagt ist.