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ÜBERLASTUNG

Bürgermeister Ludwig unterstützt Stopp des Familiennachzugs

Bürgermeister Ludwig unterstützt Stopp des Familiennachzugs
FOTO: Stadt Wien/Martin Votava
2 Min. Lesezeit |

Österreich zieht die Notbremse. Der Familiennachzug nach Wien soll gestoppt werden, um das überlastete Bildungssystem zu entlasten. Spannungen sind vorprogrammiert.

Österreich sieht sich derzeit mit einer signifikanten Herausforderung konfrontiert, die durch den Familiennachzug in die Hauptstadt Wien verursacht wird. Laut dem Bericht von Wien Heute erreichen monatlich etwa 630 Erwachsene und Kinder das Land, wobei die Mehrheit dieser Zuwanderer in der Metropole Wien Fuß fasst. Diese Zuwanderung führt zu erhöhten Sozialkosten und belastet das Bildungssystem erheblich. Der Bildungsbereich in Wien meldet, dass seit 2022 jährlich rund 4.000 zusätzliche Kinder in die Volksschulen aufgenommen werden. Viele dieser Kinder haben Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen, da sie kaum oder gar kein Deutsch sprechen.

Stopp für Familiennachzug

In Reaktion auf diese Entwicklung hat die Bundesregierung beschlossen, den Familiennachzug zu stoppen. Diese Maßnahme wird mit einer Klausel gerechtfertigt, die Österreich erlaubt, bei Überlastung des Systems einzugreifen. Besonders das Bildungssystem leidet unter dieser Überlastung, was den Schritt der Regierung unterstreicht.

Herausforderungen und Reaktionen

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig unterstützt die Entscheidung der Bundesregierung. Er erklärte auf einer Pressekonferenz, dass eine zeitlich gestreckte Regelung „sicher hilfreich in der Integration“ sei. Ludwig zeigt sich optimistisch, dass die erforderlichen Anpassungen im Einklang mit dem Europarecht vorgenommen werden können. Bereits im Vorjahr hatte er längere Wartefristen zur Verbesserung der Integration gefordert.

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Gleichzeitig stößt der Plan der Regierung auf Kritik. Amnesty International warnt, dass der Rückgang beim Familiennachzug bereits spürbar sei und ein Stopp gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen könnte. Dominik Nepp, der Chef der Wiener FPO, kritisiert die Pläne als bloße Ankündigungspolitik und bezweifelt, dass eine sofortige Umsetzung einer Nullquote realistisch sei.

Der Innenminister Gernot Karner von den Türkisen hat bislang keine konkreten Details zur geplanten Verordnung oder zur Dauer des Stopps bekanntgegeben.

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KO KOSMO-Redaktion
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