Start NEWS PANORAMA CBD Gummibärchen, Cannabissalz und Co – der Hype nimmt kein Ende
EuGH beugt sich CBD Trend

CBD Gummibärchen, Cannabissalz und Co – der Hype nimmt kein Ende

Der Hype um CBD nimmt kein Ende (FOTO: Photo by Pharma Hemp Complex on Unsplash)

Zwar ist CBD (Cannabidiol) in Österreich noch nicht für Lebensmittel zugelassen. Ein Entscheid des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg vom November letzten Jahres eröffnet allerdings vielen Landsleuten die Hoffnung, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird. Es wurde entschieden, das CBD als Cannabisextrakt nicht mehr den Suchtstoffen zuzurechnen sei.

Dies bringt einen auf Eis gelegten Prozess wieder in Gange. Ein anderes Gremium der Gemeinschaft, die Kommission in Brüssel, möchte CBD nämlich durch ein neun Monate währendes Prüfungsverfahren der Novel-Food-Verordnung schleusen. Diese besagt, dass alle Lebensmittel, welche vor 1997 nicht in großem Umfange verzehrt wurden, einer Zulassung bedürfen. Ca. 50 dieser Zulassungsanträge für CBD Produkte wurden Anfang 2020 mit der Begründung auf Eis gelegt, den Bescheid Luxemburgs abwarten zu wollen. Bei erfolgter Zulassung eines CBD Produktes könnte dann die Umsetzung auf nationaler Ebene erfolgen.

Dies bedeutet einen großen Schritt hin zu einer Öffnung der Märkte für Cannabidiol. Schreitet der CBD-Hype doch ungebremst voran. In vielen Staaten außerhalb der Union wird CBD schon seit Jahren in Gummibärchen, Keksen, Salz, Erfrischungsgetränken und vielen anderen Lebensmitteln verarbeitet. Bis es so weit ist, muss allerdings jeder selbst sein Cannabissalz zubereiten, um den täglichen Speiseplan aufzupeppen und gleichzeitig von den zahlreichen positiven Eigenschaften der Substanz zu profitieren.

Welche Lebensmittel mit CBD gibt es?
Trotz der noch geltenden Bestimmungen können einige Lebensmittel, welche CBD enthalten, über spezielle Online-Shops erworben werden. Die meisten Anbieter konzentrieren sich dabei auf Kaugummi, Gummibärchen, Kekse und Brownies. Auch Drops, Schokolade und Getränke werden mit Cannabidiol angereichert. Sie werben damit, dass die Produkte eine hohe Qualität besitzen und der Hanf aus zertifiziertem Anbau stammt.

Im Prinzip besitzen diese Lebensmittel die gleichen Eigenschaften wie CBD Öl oder CBD Kristalle. CBD hat im Gegensatz zur Schwestersubstanz THC(Tetrahydrocannabinol) keine berauschende Wirkung. Cannabidiol besticht eher durch seine antiinflammatorischen und entspannenden Effekte. Bei den meisten Lebensmitteln treten die wohltuenden Wirkungen allerdings zeitversetzt auf. Während bei der sublingualen Einnahme des Öls die Mundschleimhaut dafür verantwortlich ist, dass die Substanz sofort in den Blutkreislauf gelangt, müssen die Lebensmittel erst den Darmtrakt mit seinen verzögerten Umsetzungsprozessen passieren. Es ist auch davon auszugehen, dass beim Weg durch den Magen ein gewisser Prozentsatz des Wirkstoffes verloren geht.

CBD Lebensmittel versus CBD Öl
Sowohl CBD-Lebensmittel als auch das Öl haben ihre Vor- und Nachteile. Beide sind in verschiedenen Konzentrationen erhältlich. Während CBD Öl mit einem Gehalt von 5 bis 20 % angeboten wird, sind die Angaben bei Lebensmitteln eher ungenau. Es wird davon ausgegangen, dass sich der CBD-Gehalt je nach Produkt zwischen 10 und 25 % einpendelt. Wer seinen Fokus auf die Konzentration des Wirkstoffes richtet, dem ist mit einem reinen CBD Öl sicher eher gedient.

Ihre Vorteile ziehen Gummibärchen, Kaugummi und Kekse aus der Art der Anwendung und aus dem Geschmack. Während CBD Öl leicht bitter ist und unter die Zunge geträufelt werden muss, können die anderen Produkte diskret und ohne Aufsehen zu erregen konsumiert werden. Die Erzeugnisse sind in der Regel zuckerhaltig und in vielen Geschmacksrichtungen erhältlich. Das umschmeichelt die Geschmacksknospen.

Entspannung und Lifestyle
Corona hat den Hype um CBD an sich befeuert. Die nervenaufreibende Zeit mit all den Unwägbarkeiten und Existenzängsten rund um das Virus gebiert den Wunsch nach harmloser Ablenkung. CBD wird in vielen Online-Shops angeboten und passt perfekt zum Zeitgeist. Anwender, die nach Entspannung suchen, finden diese nun in angenehmem Rahmen. Vielstimmige Aussagen bestätigen, dass die Wirkungen mit denen eines ausgiebigen Saunabesuchs vergleichbar seien.

Die Hersteller der neuen CBD Produkte in Form von Snacks und Süßigkeiten nutzen dabei eher das Lifestyle-Potenzial und den Reiz des Neuen. Die rechtliche Grauzone sorgt bei manchen für eine Gänsehaut. Die Lebensmittel gehen damit einen ähnlichen Weg wie das in weiten Kreisen der Gesellschaft inzwischen akzeptierte CBD Öl.