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Sanierungsfall

Cocktail-Paradies in der Krise: 200.000 Euro Schulden bedrohen Naschmarkt-Bar

Cocktail-Paradies in der Krise: 200.000 Euro Schulden bedrohen Naschmarkt-Bar
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Das „kleine Cocktail-Paradies“ am Naschmarkt steht vor dem finanziellen Aus. Während die Drinks noch fließen, kämpft Eva & Adam gegen Schulden und drohende Räumung.

In unmittelbarer Nähe zum Wiener Naschmarkt, an der Linken Wienzeile 42 in Wien-Mariahilf, kämpft die Cocktailbar Eva & Adam um ihre Zukunft. Die Betreibergesellschaft Cortez Gastronomiebetriebs KG hat am Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet, wie aus Informationen von Creditreform hervorgeht. Das 2014 gegründete Unternehmen, das sich auf handgefertigte Cocktails spezialisiert hat, beschäftigt vier Mitarbeiter, die nun von der Insolvenz betroffen sind.

Die Lokalität, die sich selbst als „kleines Cocktail-Paradies“ beschreibt, wirbt auf ihrer Webseite mit besonderen Getränkekreationen: „Unsere Passion? Craft-Cocktails mit Liebe und frischen Zutaten. Unsere Säfte sind frisch gepresst, Sirupe und Liköre selbst angesetzt und jeder Drink ist ein besonderes Erlebnis.“ Das Konzept setzt auf Qualität und Individualität: „Unsere Geheimzutat? Die Liebe zum Detail. Ob handgemachte Sirupe, exotische Zutaten oder innovative Mixtechniken – wir setzen alles daran, euch ein unvergessliches Geschmackserlebnis zu bereiten.“

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Großzügiges Angebot

Die Gaststätte verfügt laut eigenen Angaben über großzügige Kapazitäten: „Unsere zentral gelegene Cocktailbar bietet knapp 50 Sitzplätze und ausreichend Raum für insgesamt 80 Personen. Damit ist Eva & Adam Cocktailbar ideal für mittlere bis größere Veranstaltungen geeignet.“ Neben den Getränken umfasst das Angebot auch eine Speisenauswahl und einen ganzjährig geöffneten Schanigarten, der besonders auf die Besucher des angrenzenden Naschmarkts abzielt.

Finanzielle Probleme

Als Gründe für die finanzielle Schieflage werden die Neuausrichtung des gastronomischen Konzepts sowie Konflikte mit der Vermieterin genannt. Letztere hat bereits ein Räumungsverfahren eingeleitet, das derzeit gerichtlich verhandelt wird. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf etwa 200.000 Euro, während die Vermögenswerte hauptsächlich aus dem vorhandenen Warenlager bestehen.

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Trotz der aktuellen Schwierigkeiten zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. In den Unterlagen für das Gericht wird darauf verwiesen, dass der laufende Betrieb Gewinne abwirft und die erstellte Fortführungsprognose positive Ergebnisse aufzeigt.

Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent in Aussicht gestellt.

Die Pleite von Eva & Adam reiht sich damit in eine auffällige Serie kurzer Gastronomie-Lebenszyklen am Naschmarkt ein. Erst vor wenigen Monaten hatte der Nachfolger des legendären Amacord eröffnet – und musste ebenso überraschend wieder zusperren. Dass selbst Traditionsstandorte in bester Lage kaum noch Stabilität bieten, werfen Branchenkennern zufolge Fragen nach steigenden Mieten, Investitionsdruck und veränderten Gästeerwartungen auf. Die Insolvenz von Eva & Adam wirkt dadurch weniger wie ein Einzelfall, sondern eher wie ein Symptom eines zunehmend fragilen Marktes.

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KO KOSMO-Redaktion
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