Millionenschulden und 109 betroffene Mitarbeiter: Die Feldkircher MGT Mayer Glastechnik GmbH kämpft nach Kostensteigerungen und Nachfrageeinbruch ums Überleben.
Am Landesgericht Feldkirch wurde am Mittwoch ein Insolvenzverfahren gegen die MGT Mayer Glastechnik GmbH eingeleitet. Das Feldkircher Unternehmen steht mit 10,5 Millionen Euro bei rund 100 Gläubigern in der Kreide. Von der Insolvenz sind 109 Beschäftigte betroffen.
Laut Mitteilungen von KSV1870 und AKV führten gestiegene Kosten bei gleichzeitigem Nachfragerückgang nach Spezialgläsern zu finanziellen Schwierigkeiten. Versuche, das Unternehmen außergerichtlich zu restrukturieren, blieben erfolglos.
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Sanierungsplan vorgelegt
Das auf Antrag des Unternehmens eröffnete Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung sieht eine Fortführung des Betriebs vor. Diese soll zur Entschuldung beitragen. Der vorgelegte Sanierungsplan umfasst eine Quote von 20 Prozent, die innerhalb von zwei Jahren zu begleichen ist.
Die erforderlichen finanziellen Mittel sollen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb stammen. MGT Mayer Glastechnik ist auf die Produktion von Isolierglas spezialisiert und handelt im Groß- und Einzelhandel mit Bauglasprodukten.
Wichtige Termine
Die Berichtstagsatzung ist für den 23. Dezember 2025 angesetzt, während die Prüfungs- und Sanierungsplantagsatzung am 26. Februar 2026 am Landesgericht Feldkirch stattfinden wird. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 12. Februar 2026 über KSV und AKV anmelden.
Tobias Gisinger wurde zum Insolvenzverwalter bestellt.