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Corona-Heilmittel „Šljivovica“: Serbiens Exporte boomen

(FOTOS: iStockphotos, zVg.)

Weltbekannt ist der Balkan für seinen Obstbrand aus Pflaumen – den berühmten „Šljivovica“. 

In Serbien, einem der Balkan-Länder mit der höchsten Produktion des berühmten Getränks, ist der „Šljivo“ schon lange für seine Heilkräfte bekannt und ein fester Bestandteil der sogenannten Volksmedizin. So schwört man vor allem bei Magenkrämpfen, Verdauungsproblemen und Regelschmerzen auf seine Heilkräfte. 

Exporte in die EU boomen
Wie sich nun anhand der ersten Trends und Statistiken aus der serbischen Wirtschaftskammer zeigt, dürfte der Šljivovica seine absolute Rekordsaison erleben: Die Exporte in die EU sind um sensationelle 115,22% gestiegen. Grund: Scheinbar schwören nicht nur serbische Volksmediziner, sondern immer mehr Europäer auf die Kraft des Getränks im internationalen Kampf gegen den Corona-Virus. Der richtige Boom passierte laut den Statistiken vor sechs Wochen, nachdem der international angesehene serbische Virologe Dr. Jovan Adamovski eine Artikel im „International Medicine Journal“ veröffentlichte, in der er zur Abtötung von Corona-Viren ausgerechnet eines der beliebtesten alkoholischen Balkan-Getränke überhaupt empfahl.

Staatspräsident Vučić bietet China „Sljivo-Deal“ an
Nicht nur die serbische Wirtschaft ist stolz auf die Exporte. Staatspräsident Aleksandar Vučić rühmt sich seit Wochen damit, dass er jeden Tag – „bei Ankommen in seinem Büro um 6 Uhr früh und bei Verlassen des gleichen um 23 Uhr“ – ein Stamperl davon trinkt. Bei seinem geplanten Staatsbesuch in Peking (China) plant Vučić nun die Exporte nicht nur in die EU, sondern auch in den chinesichen Raum zu stärken. 

Er wird am 15. März bei seiner Reise nach Peking vom serbischen Virologen Adamovski begleitet, der auf der Chop-Ha-Hun Universtität einen Vortrag unter dem Titel „Das slawische Wundermittel“ halten wird. Laut der serbischen Tageszeitung Blic, die sich auf Insider der Regierung in Belgrad beruft, will Vučić der chinesischen Regierung einen Deal anbieten und Exporte zu einem besonders günstigen Preis anbieten. Im Gegenzug dazu sollen in China produzierte Spielkonsolen und Smartphones in Zukunft am serbischen Markt den günstigsten Preis in Europa überhaupt haben. 

Mediziner planen im AKH eine Studie
Laut den Statistiken der serbischen Wirtschaftskammer, ist der Export ausnahmslos in allen Ländern Europas angestiegen, aber vor allem in denen, wo viele Menschen aus Ex-Jugoslawien leben, noch wesentlich größer als sonst. „Österreich ist traditionell ein großer Sljivovica-Abnehmer, aber auch hier sind die Exporte um 75,22% angestiegen“, sagte Dragoljub Stevanović, Sprecher der Sljivovica-Hersteller in der serbischen Wirtschaftskammer auf Anfrage von KOSMO. 

Wie man aus den Mediziner- und Medizinnerinenkreisen Wiens erfahren kann, ist demnächst auch eine Studie geplant, die die Behauptungen des serbischen Virologen Dr. Jovan Adamovski überprüfen soll. Eine Gruppe von angesehenen österreichischen Medizinern, vor allem Virologen, arbeitet bereits an einem Entwurf der Studie. 

*Diese Nachricht hat satirischen Charakter*