Nach einer umfassenden Renovierung hat das Kult-Restaurant „Beograd“ in Wien seine Türen für Liebhaber hochwertiger Getränke, köstlicher Speisen und traditioneller Gastfreundschaft wieder geöffnet. Der neue Inhaber verkündet: „Herzlich willkommen bei uns!“

Seit das Restaurant „Beograd“ im Jahr 1960 seine Türen in der Schikanedergasse 7 im 4. Wiener Bezirk eröffnete, entwickelte es sich zu einem beliebten Treffpunkt. Nicht nur für unsere Landsleute, sondern auch für Österreicher, die die serbische Tradition schätzten. Im Laufe der Jahrzehnte hat es in allen Lebensbereichen Veränderungen gegeben und diese erwarteten die Gäste auch im gastronomischen Angebot.
Das erkannte Bojan Marković (49), der neue Besitzer des Restaurants „Beograd“. Er ist Bauingenieur und Magister für Umweltschutz. In den letzten Monaten hat er mit Hilfe von Experten fleißig daran gearbeitet, die Geheimnisse der Gastronomie zu erlernen. Wie alles begann, verrät er den Lesern des Magazins KOSMO.
KOSMO: Wann kam es zum „Klick“ zwischen dem Restaurant „Beograd“ und Ihnen?
Bojan Marković: Ein Abendessen im Kreise enger Freunde vor eineinhalb Jahren hat in mir eine gewisse Traurigkeit ausgelöst, da diese Institution – und das ist das Restaurant „Beograd“ aufgrund seiner jahrzehntelangen Geschichte – in einem so vernachlässigten, fast verfallenen Zustand war. Am Ende des Abends waren wir alle melancholisch, weil das Restaurant unsere Erwartungen bei Weitem nicht erfüllt hatte. Da dachte ich zum ersten Mal, wie schön es wäre, wenn das „Beograd“ wieder restauriert würde und seinem Namen gerecht werden könnte. Natürlich hätte ich nie gedacht, dass mir diese Rolle zufallen würde.

Und doch haben Sie die Hauptrolle bei der Wiederbelebung dieses Kultortes übernommen…
Es war eine Verkettung zufälliger Umstände. Einige Monate später erfuhr ich, dass das Restaurant zum Verkauf stand und es einen Käufer gab, den ich zufällig kannte. Doch ein paar Tage später teilte er mir mit, dass er sich zurückgezogen hatte. Da begann mein Interesse für die Übernahme des Restaurants zu wachsen. Zum Glück war ich in der Lage, in diese Richtung zu denken.
Mir war bewusst, dass ich mir neben meinen drei Kindern und zahlreichen beruflichen Verpflichtungen eine völlig andere Art von Verantwortung aufbürden würde. Natürlich war mir auch klar, dass ich nicht alles in ein paar Monaten verändern könnte, da es ein langer Prozess ist. Trotzdem habe ich im September 2023 mit dem ehemaligen Besitzer alle Details zur Übernahme des Restaurants festgelegt.
Der Weg zum neuen Image des Restaurants „Beograd“
Wo haben Sie mit der Wiederbelebung des Restaurants begonnen?
Ich habe den hervorragenden Architekten Ivan Perić engagiert. Zusammen begannen wir, das Grundgerüst für das neue Erscheinungsbild des Restaurants „Beograd“ zu entwerfen. Ende Januar begann ich mit den Renovierungsarbeiten in der Hoffnung, die Eröffnung am 8. März zu organisieren. Doch als wir zu graben begannen, traten unerwartete Probleme auf, die in Ordnung gebracht werden mussten. Da wollte ich nichts halbherzig angehen, also dauerten die Arbeiten bis Ende Juni, als wir die Türen des frisch renovierten Restaurants öffneten.
Ich muss sagen, dass viele mich davon überzeugen wollten, das alte Interieur beizubehalten, mit den Teppichen an den Wänden und den Details, die seit der Eröffnung des „Beograd“ im Jahr 1960 dort vorhanden waren. Ich habe nicht auf sie gehört, weil ich an meine eigene Vision geglaubt habe. Inzwischen haben alle Skeptiker, das, was wir geschaffen haben, liebgewonnen und sind stolz auf das neue Gesicht des Restaurants.