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Todesfallen

Das sind die gefährlichsten Urlaubsstraßen Europas!

Das sind die gefährlichsten Urlaubsstraßen Europas!
FOTO: iStock
4 Min. Lesezeit |

Kurvenreiche Bergpässe, alte Mietwagen und tückische Wetterbedingungen – in manchen europäischen Urlaubsländern lauern für Autofahrer besondere Risiken.

In Rumänien ist das Risiko einer Fahrzeugpanne europaweit am höchsten, wie eine aktuelle Studie von Ovoko mit einem Wert von 98,3 Punkten belegt. Besondere Vorsicht gilt auf der berüchtigten Transfagarasan-Straße (DN7), die auf 151 Kilometern Siebenbürgen mit der Walachei (historische Regionen Rumäniens) verbindet. Die Gebirgsroute lockt zwar mit atemberaubenden Panoramen, wird jedoch regelmäßig von Überschwemmungen, Erdrutschen und Steinschlägen heimgesucht.

Eine zusätzliche Gefahr lauert in der Tierwelt: Entlang der spektakulären Bergstrecke kommt es regelmäßig zu gefährlichen Begegnungen mit Braunbären. Zwischen 2016 und 2021 wurden auf dieser Route 154 Bärenangriffe registriert, bei denen 14 Menschen starben und 158 verletzt wurden. Warnschilder entlang der Strecke weisen explizit auf Abschnitte mit hohem Unfallrisiko, Steinschlaggefahr und Wildwechsel hin.

Entstanden ist die kurvenreiche Strecke nicht etwa für Touristen, sondern Anfang der 1970er Jahre als militärisches Projekt gegen eine befürchtete sowjetische Invasion. Der Bau forderte einen hohen Blutzoll – lokalen Berichten zufolge verloren mindestens 40 Soldaten dabei ihr Leben.

Gefährliche Straßen Europas

Mit 91,90 Punkten folgt Ungarn auf dem zweiten Platz der Pannenstatistik. Hier gilt die Autobahn M1, Hauptverbindungsachse zwischen Budapest und Wien, als besonders unfallträchtig. Ein dramatisches Beispiel lieferte 2023 ein Staubsturm, der nur 25 Kilometer westlich der ungarischen Hauptstadt eine verheerende Massenkarambolage auslöste.

In die Kollision waren 42 Fahrzeuge verwickelt, darunter fünf Sattelschlepper. Die Bilanz: ein Todesopfer und über 30 Verletzte. Vier Rettungshubschrauber mussten zur Unfallstelle ausrücken. Derzeit wird die Autobahn umfassend modernisiert, um europäischen Sicherheitsstandards zu entsprechen.

Der Katara-Pass verbindet in Griechenland die Regionen Thessalien und Epirus. Auf 1.705 Metern Höhe schlängelt sich diese spektakuläre Route durch die Berglandschaft und eröffnet beeindruckende Ausblicke. Der Name „Katara“ – zu Deutsch „Fluch“ – geht auf eine Legende zurück: Um 1800 soll ein Bischof beim Überqueren des Passes derart große Schwierigkeiten erlebt haben, dass er den Ort verfluchte.

Seither trägt die Bergstrecke diesen ominösen Namen. Unter Verkehrsexperten gilt sie als eine der gefährlichsten, furchterregendsten und höchstgelegenen Passstraßen Europas. Enge Serpentinen und unübersichtliche Abschnitte machen jede Fahrt zum Risiko, besonders bei Gegenverkehr.

Im Winter sollte die Strecke gemieden werden, vor allem mit älteren Fahrzeugen. Seit der Eröffnung der sichereren Autobahn Egnatia Odos A2, die weiter südlich durch Tunnel führt, hat der Verkehr auf dem Katara-Pass deutlich abgenommen.

Fahrzeugalter entscheidet

Das Fahrzeugalter spielt bei Pannenrisiken eine entscheidende Rolle, besonders bei Mietwagen. In Griechenland beträgt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge 18 Jahre – einer der höchsten Werte in Europa. Dies erklärt, warum das Land mit 77,96 Punkten den siebten Platz in der Pannenstatistik belegt.

Italien folgt mit 70,96 Punkten auf Rang acht. Jenseits der großen Autobahnen stellt die Topografie des Landes Fahrer vor erhebliche Herausforderungen: Gebirgiges Hinterland, enge Serpentinen und Küstenstraßen entlang zerklüfteter Felslandschaften machen viele Routen anspruchsvoll und potenziell gefährlich.

Der Stilfserjochpass mit seinen zahllosen Haarnadelkurven und einer Höhe von über 2.700 Metern zählt zu den landschaftlich beeindruckendsten, aber auch riskantesten Straßen Italiens. Diese imposante Alpenverbindung entstand zwischen 1820 und 1825 unter habsburgischer Herrschaft, um Österreich mit den lombardischen Gebieten zu verbinden.

Im Ersten Weltkrieg wurde der Pass zum Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen italienischen und österreichischen Truppen. Heute zieht er Touristen, Abenteurer und Sportbegeisterte an. Ein besonderes Ereignis findet Ende August statt, wenn der Pass für motorisierten Verkehr gesperrt wird und rund 8.000 Radfahrer sowie zahlreiche Läufer die Strecke für sich beanspruchen.

Absolute Sicherheit gibt es für Autofahrer nie, besonders nicht im Auslandsurlaub. Schlechte Straßenverhältnisse, extreme Wetterbedingungen und Verkehrsstaus können einen entspannten Urlaubstrip schnell in eine Stresssituation verwandeln – vor allem, wenn das Fahrzeug plötzlich in abgelegener Umgebung seinen Dienst versagt.

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KO KOSMO-Redaktion
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