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Markenstudie

Das sind die wertvollsten Marken Österreichs!

Das sind die wertvollsten Marken Österreichs!
FOTO: Wikimedia Commons/ Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0
3 Min. Lesezeit |

Während Red Bull seinen Markenwert um ein Viertel steigert und unter den globalen Top 100 glänzt, muss die OMV als einziges heimisches Unternehmen in der österreichischen Spitzengruppe Verluste verkraften.

Der Energiekonzern OMV verzeichnet als einziges Unternehmen unter den zehn wertvollsten österreichischen Marken einen Wertverlust, während Red Bull seine Position als einziger heimischer Vertreter unter den 100 weltweit wertvollsten Marken behauptet. Der Getränkehersteller konnte seinen Markenwert sogar um mehr als ein Viertel steigern.

Digitale Komponenten tragen überproportional zum Gesamtmarkenwert bei, wie EBI-Präsident (European Brand Institute) Hrebicek betont. Neben der digitalen Transformation spielt auch das zunehmende Nachhaltigkeitsbewusstsein eine entscheidende Rolle für die Wertsteigerung von Marken. In diesem Bereich wurden die ÖBB zum sechsten Mal in Folge als führendes österreichisches Markenunternehmen ausgezeichnet.

Wertvollste österreichische Marken 2025

(Markenwert in Milliarden Euro, Veränderung gegenüber 2024)

RangMarkeMarkenwert 2025Veränderung ggü. 2024
1Red Bull19,60 Mrd. €+3,3 %
2Novomatic3,86 Mrd. €+3,1 %
3Spar2,68 Mrd. €+2,9 %
4ÖBB2,33 Mrd. €+2,9 %
5Erste Group2,27 Mrd. €+3,6 %
6Swarovski2,52 Mrd. €+3,0 %
7Raiffeisen2,07 Mrd. €+1,2 %
8Verbund1,61 Mrd. €+0,3 %
9XXXLutz1,21 Mrd. €+1,8 %
10OMV1,21 Mrd. €–5,9 %

 

OMV-Markenwert sinkt

Neun der zehn wertvollsten österreichischen Marken konnten Zuwächse verbuchen – mit Ausnahme der OMV, die zum zweiten Mal hintereinander Einbußen hinnehmen musste. Laut Studienautor Gerhard Hrebicek sei ein weiterer Rückgang des OMV-Markenwerts jedoch nicht zu erwarten, wenngleich solche Schwankungen während einer Unternehmensumstrukturierung durchaus normal seien.

Die aktuelle Situation spiegelt sich auch in den Finanzergebnissen wider: Im ersten Quartal 2025 verzeichnete die OMV einen deutlichen 22-prozentigen Rückgang des bereinigten Betriebsergebnisses. Zu den Hauptgründen zählen niedrigere Raffineriemargen, geringere Ergebnisse aus internationalen Beteiligungen und höhere Fixkosten. Zusätzlich belasteten ein verändertes regulatorisches Umfeld in Rumänien sowie Beteiligungsverkäufe die Ergebnisse im Bereich Gasvermarktung.

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Trotz dieser Herausforderungen treibt der Konzern die Umsetzung seiner Strategie 2030 weiter voran, unter anderem durch den Ausbau der Polyolefinproduktion. Die Chemiesparte des Unternehmens konnte zudem stabile Ergebnisse liefern. Bemerkenswert ist, dass die Marke OMV derzeit weniger wert ist als noch vor zehn Jahren.

Marken als Wirtschaftsfaktor

„Eine starke Markenlandschaft ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor für die Zukunft des Standorts Österreich“, erklärt Hrebicek, der sich für eine „breit getragene Markeninitiative als wirtschaftspolitischen Impuls“ ausspricht. Diese Forderung unterstützen auch Herbert Kovar von Deloitte Österreich, Gerald Ganzer, Partner bei Lansky, Ganzger, Goeth & Partner sowie Monika Rintersbacher, Geschäftsführerin der Leitbetriebe Austria, während der gemeinsamen Pressekonferenz.

Der vom European Brand Institute (EBI) zum 22. Mal durchgeführte Vergleich dokumentiert den beachtlichen Wertzuwachs von Red Bull um rund 25 Prozent.

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