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Überraschungscoup

Pole-Hammer in Kanada: Russell schockt Verstappen in Montreal

Pole-Hammer in Kanada: Russell schockt Verstappen in Montreal
EPA-EFE/ALI HAIDER
3 Min. Lesezeit |

George Russell hat sich überraschend die Pole Position für den Großen Preis von Kanada gesichert. Der Mercedes-Pilot setzte sich im Qualifying auf dem „Circuit Gilles Villeneuve“ mit einer Zeit von 1:10.899 Minuten durch und verwies Weltmeister Max Verstappen im Red Bull um eineinhalb Zehntelsekunden auf Platz zwei. Der WM-Führende Oscar Piastri im McLaren komplettiert die Top-Drei, nur 61 Tausendstel hinter Verstappen.

Lange deutete alles auf ein Duell zwischen Verstappen und Piastri um die beste Startposition hin. Der Niederländer führte vor dem entscheidenden Versuch, wurde kurzzeitig vom Australier verdrängt, konterte aber umgehend. Doch dann kam Russell aus dem Nichts und schnappte beiden die Pole weg – seine erste in dieser Saison. Piastri zeigte trotz seines dritten Platzes eine bemerkenswerte Leistung, nachdem er im dritten Training nach einem heftigen Crash in die Streckenbegrenzung sein Auto beschädigt hatte und daher in der Qualifikation zunächst vorsichtiger agierte.

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Enttäuschte Titelanwärter

Während die Spitze für Spannung sorgte, enttäuschte einer der Titelanwärter: Lando Norris im zweiten McLaren. Nach starken Leistungen zu Beginn des Samstags blieb der Brite im entscheidenden Moment blass und landete nur auf Rang sieben – mehr als sieben Zehntel hinter Landsmann Russell. Die Plätze vier bis sechs gingen an Kimi Antonelli im zweiten Mercedes, Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Routinier Fernando Alonso im Aston Martin.

Ferrari-Pilot Charles Leclerc musste sich mit dem achten Startplatz begnügen. Der Monegasse zeigte phasenweise großes Tempo, ein Fehler in seiner schnellen Runde kostete ihn jedoch möglicherweise eine Position in der ersten Startreihe. Die Top-Ten komplettierten Racing-Bulls-Fahrer Isack Hadjar, der allerdings nach einer Behinderung von Carlos Sainz im ersten Qualifikationsabschnitt mit einer Strafe rechnen muss, sowie Alex Albon im Williams. Der Thailänder hatte für eine Unterbrechung des Q1 gesorgt, als sich Teile seiner Fahrzeugverkleidung lösten. Seine Crew reparierte den Schaden jedoch rechtzeitig, sodass er ins Geschehen zurückkehren und den Sprung unter die besten Zehn schaffen konnte.

Strafen und Überraschungen

Yuki Tsunoda im zweiten Red Bull erreichte zwar Platz elf, muss aber vom letzten Startplatz ins Rennen gehen. Der Japaner kassierte eine Strafversetzung um zehn Positionen, nachdem er im dritten Training bei roter Flagge den langsam fahrenden Piastri überholt hatte – ein klarer Regelverstoß. Dadurch rückt Franco Colapinto im Alpine auf Startposition elf vor. Nico Hülkenberg (Kick Sauber) sowie das Haas-Duo Oliver Bearman und Esteban Ocon komplettieren die Teilnehmer des zweiten Qualifikationsabschnitts.

Im ersten Teil scheiterte überraschend Carlos Sainz. Dem Ferrari-Piloten fehlten nur 20 Tausendstel zum Weiterkommen – die vermutlich durch Hadjars Behinderung verloren gingen. Der Spanier landete auf Rang 17 hinter Gabriel Bortoleto im zweiten Kick Sauber. Lokalmatador Lance Stroll enttäuschte mit Platz 18, während Liam Lawson (Racing Bulls) und Pierre Gasly im zweiten Alpine, der seine schlechteste Qualifikation der Saison erlebte, die letzten Plätze belegten.

Der Große Preis von Kanada startet am Sonntag um 20 Uhr.

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KO KOSMO-Redaktion
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