Die Teuerungswelle rollt weiter über Österreich, doch die Regierung kontert mit gezielten Entlastungen. Ein neuer Sozialtarif für Strom soll den Preisdruck für Bedürftige mildern.
Die Inflation in Österreich hat im Juli 2025 einen neuen Anstieg verzeichnet und liegt nun bei 3,6 Prozent. Dies entspricht einer Zunahme von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat und markiert den höchsten Wert seit April 2024, wie Statistik Austria bestätigt. Als treibende Kraft hinter dieser Entwicklung erweisen sich nach wie vor die erhöhten Kosten für Energie und Strom sowie steigende Nahrungsmittelpreise. Die Bundesregierung reagiert mit einem Maßnahmenpaket, das speziell auf die Entlastung einkommensschwacher Haushalte abzielt.
Sozialtarif für Strom
Im Zentrum der geplanten Entlastungsstrategie steht der Entwurf zum neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz, der seit Juli 2025 zur Begutachtung vorliegt. Das Kernstück bildet ein österreichweit einheitlicher Sozialtarif für elektrische Energie. Dieser würde den Nettopreis auf sechs Cent je Kilowattstunde begrenzen – allerdings nur bis zu einer jährlichen Verbrauchsgrenze von 2.900 Kilowattstunden.
Verglichen mit den derzeit gültigen Marktpreisen von 12 bis 16 Cent pro Kilowattstunde könnten berechtigte Haushalte dadurch jährlich etwa 300 Euro sparen. Der Vorteil dieses Konzepts liegt in der bundesweiten Einheitlichkeit für alle anspruchsberechtigten Personen. Rund 250.000 Haushalte sollen von der neuen Regelung profitieren, darunter insbesondere Mindestpensionist:innen, Sozialhilfebezieher:innen und Pflegegeldbezieher:innen.
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Mobilfunk-Vergünstigungen
Die Entlastungsinitiative erstreckt sich auch auf den Telekommunikationssektor. Anspruchsberechtigte erhalten Vergünstigungen bei ihren Mobilfunkverträgen, wobei die entsprechenden Gutschriften unmittelbar auf der monatlichen Abrechnung erscheinen. Je nach Anbieter kann die Ermäßigung den gesamten Tarifpreis abdecken.
Der Mobilfunkanbieter Spusu beispielsweise stellt bei positiver Bewilligung einen Tarif mit 2.000 Gesprächsminuten, 1.000 SMS und 30 GB Datenvolumen kostenfrei zur Verfügung. A1 gewährt im Rahmen seines „B.free Social“-Angebots monatliche Gutschriften in Höhe von zehn Euro. Auch die Netzbetreiber Drei und Magenta haben entsprechende Sozialkonditionen in ihrem Portfolio.
Darüber hinaus können Personen mit niedrigem Einkommen weitere finanzielle Erleichterungen beantragen. Dazu zählt die Befreiung von der Rezeptgebühr, die aktuell 7,55 Euro pro verschriebenem Medikament beträgt, sowie vom jährlichen Service-Entgelt für die E-Card. Wer die Voraussetzungen erfüllt, profitiert somit nicht nur von reduzierten Ausgaben für Strom und Kommunikation, sondern auch von Einsparungen im Gesundheitsbereich.
Die Preissteigerung in Österreich nimmt wieder zu, wobei die hohen Energiekosten als besonderer Preistreiber wirken.
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Für bestimmte Bevölkerungsgruppen sollen die finanziellen Belastungen durch die vorgestellten Maßnahmen jedoch deutlich abnehmen.