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ANHEBUNG

Dieses Pensionsantrittsalter gilt ab 1. Jänner 2025 in Österreich!

Symbolfoto. FOTO: iStock/DGLimages
Symbolfoto. FOTO: iStock/DGLimages

Ab 2025 wird das Pensionsantrittsalter in Österreich schrittweise angehoben. Der ÖGB warnt vor den Herausforderungen, besonders für Frauen in körperlich belastenden Berufen.

Mit dem Jahreswechsel 2025 wird das gesetzliche Pensionsantrittsalter für Frauen in Österreich auf 61,5 Jahre angehoben. Bis 2033 wird es schließlich 65 Jahre erreichen. Diese Reform bringt erhebliche Herausforderungen mit sich, insbesondere für Frauen in körperlich anspruchsvollen Berufen wie Pflege, Industrie oder Reinigung.

Fehlende Möglichkeiten

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) warnt vor den Schwierigkeiten, die dieser Anstieg für Frauen mit sich bringt, die oft bereits jetzt mit der Belastung in ihren Berufen zu kämpfen haben. Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende des ÖGB, Korinna Schumann, hebt hervor, dass altersgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten Mangelware sind. Was den Übergang in die Pension erschwert. Derzeit geht jede dritte Frau nicht direkt von der Erwerbstätigkeit in die Pension. In Arbeiterberufen ist es sogar jede zweite Frau, die über Umwege wie Krankenstand oder Arbeitslosigkeit in den Ruhestand tritt.

Konkretisierte Anhebungsschritte

Frauen, die zwischen dem ersten Januar und dem 30. Juni 1965 geboren sind, erwartet ab 2025 ein Pensionsantrittsalter von 61,5 Jahren. Diese schrittweise Anhebung soll bis 2033 abgeschlossen sein. Die geplanten Reformen schaffen jedoch Anlass zur Besorgnis hinsichtlich der praktischen Umsetzung.

Forderungen zu Arbeitsbedingungen

Die Anpassung des Pensionsalters allein reicht nicht aus, betont Schumann. Es besteht ein dringender Bedarf an jobspezifischen Anpassungen und betrieblicher Gesundheitsvorsorge, damit Frauen bis zum neuen Pensionsalter arbeiten können, ohne gesundheitliche Kompromisse eingehen zu müssen. Ein selbstverständlicher Bestandteil dieser Bemühungen sollte eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen sein, da einfacher Maßnahmen wie Obstkörbe im Pausenraum diese komplexe Herausforderung nicht lösen können.

Quelle: OTS ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund