Ein KI-Video, ein Tiger und ein US-Präsident – diese Kombination sorgt gerade für heftige Reaktionen.
Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social ein KI-bearbeitetes Video veröffentlicht, das ihn im Ringkampf mit einem Tiger zeigt – jenem Tier, das erst kürzlich im Yorkshire Wildlife Park in South Yorkshire einen Mann tödlich verletzt hatte.
In dem Clip ist zu sehen, wie Trump den Tiger zu Boden ringt und dabei lacht. Der Hintergrund des Videos ist dabei alles andere als harmlos: Der gezeigte Tiger war in den Tod des 22-jährigen William Chapman verwickelt. Chapman hatte das Tigergehege im Yorkshire Wildlife Park betreten und kam dabei ums Leben.
Trump actually posted this AI video of him with a tiger in the middle of the night. This man is demented and mentally unwell. https://t.co/LdVgdCw5xh
— Harry Sisson (@harryjsisson) October 14, 2026
Kritik & Reaktionen
Die Veröffentlichung des Videos löste umgehend eine Debatte über den Umgang mit KI-generierten Inhalten aus. Kritiker bezeichneten den Beitrag als geschmacklos und respektlos gegenüber dem Opfer und dessen Angehörigen. Andere wiederum sehen in dem Clip lediglich eine politische Inszenierung ohne böse Absicht.
Sicherheit in Zoos
Der Vorfall im Yorkshire Wildlife Park wirft darüber hinaus grundsätzliche Fragen zur Sicherheit in Zoos auf. Wie es Chapman gelang, in das Gehege des Raubtieres zu gelangen, ist bislang nicht restlos geklärt.
Zoobesucher werden weltweit immer wieder eindringlich dazu aufgerufen, Absperrungen und Sicherheitshinweise strikt zu befolgen – Vorfälle wie dieser zeigen, welch fatale Folgen Verstöße dagegen haben können.