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Energieinfrastruktur

Ölpipeline Ungarn–Serbien erhält grünes Licht

Ölpipeline Ungarn–Serbien erhält grünes Licht
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Serbien treibt eine neue Ölpipeline von der ungarischen Grenze bis Novi Sad voran. Das Umweltministerium hat nun die Umweltverträglichkeitsstudie genehmigt – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung des Projekts.

Das serbische Umweltministerium hat der Umweltverträglichkeitsstudie für die geplante Ölpipeline zwischen der ungarischen Grenze und Novi Sad zugestimmt. Damit hat das Projekt eine wichtige umweltrechtliche Hürde genommen. Die Leitung soll Serbien einen zusätzlichen Versorgungsweg für Rohöl eröffnen und die bisherige Abhängigkeit von einer einzigen Importverbindung verringern.

Pipeline-Details

Projektträger ist das staatliche Unternehmen Transnafta AD Pančevo. Die Pipeline soll auf serbischem Gebiet rund 113 Kilometer lang sein, vollständig unterirdisch verlaufen und eine jährliche Transportkapazität von 5,5 Millionen Tonnen Rohöl haben. Ausgangspunkt ist das Gebiet nahe dem Grenzübergang Horgoš, Endpunkt ist der Transnafta-Terminal in Novi Sad.

Die Trasse führt durch die Gemeinden Kanjiža, Senta, Ada, Bečej und Žabalj sowie durch das Stadtgebiet von Novi Sad. Vorgesehen ist der Transport von Rohöl des Typs REB (Russian Export Blend). Über die Verbindung nach Ungarn soll Serbien Zugang zu einem zusätzlichen Rohöl-Versorgungsweg erhalten, der an das dortige Pipeline-System angebunden ist.

Strenge Auflagen

Mit der Zustimmung zur Umweltverträglichkeitsstudie sind auch Vorgaben für Bau und späteren Betrieb verbunden. Transnafta muss die vorgesehenen Maßnahmen zum Schutz von Boden, Wasser, Natur und Bevölkerung einhalten und die Umweltauswirkungen des Projekts laufend überwachen. Die Studie enthält dafür ein eigenes Monitoringprogramm.

Das Genehmigungsverfahren zur Umweltverträglichkeitsstudie ist damit abgeschlossen. Die Entscheidung ist im Verwaltungsverfahren endgültig. Die Projektdokumentation war zuvor öffentlich einsehbar und wurde im August 2026 auch im Rahmen einer öffentlichen Anhörung in Novi Sad behandelt.

In der Projektstudie war ein Baustart im Oktober 2026 und eine Fertigstellung bis Ende 2028 vorgesehen. Ob dieser Zeitplan nach Abschluss des Umweltverfahrens unverändert eingehalten wird, ist derzeit noch offen.

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KO KOSMO-Redaktion
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