Österreich erlebt derzeit kalte Nächte unter dem Einfluss des Hochdruckgebiets „Günther“. Dieses Wetterphänomen sorgt bis zum Jahresende für klare, frostige Nächte sowie sonniges und trockenes Wetter am Tag. Der geringe Wind verstärkt die nächtliche Abkühlung, was häufig zu zweistelligen Minusgraden führt.

Am 26. Dezember wurden in Radstadt im Pongau mit -18,5 Grad die niedrigsten Temperaturen gemessen. Weitere frostige Werte kamen aus Aigen im Ennstal in der Steiermark mit -15,3 Grad, Seefeld in Tirol mit -15 Grad und Hermagor in Kärnten mit -14,8 Grad. Diese Temperaturen wurden vom Wetterdienst UBIMET, einem Anbieter meteorologischer Daten, aufgezeichnet.
Wetterwarnungen und Klimawandel
GeoSphere Austria, das österreichische Institut für Meteorologie, hat eine Kältewarnung der Stufe 1 für den Westen und Südwesten des Landes herausgegeben. Diese Maßnahme wird aufgrund des Klimawandels und der heute ungewöhnlich erscheinenden Wintertemperaturen, die vor 30 Jahren noch als normal galten, als notwendig erachtet. Besonders in den Tälern und Becken des inneralpinen Raums, wo zuletzt starker Schneefall verzeichnet wurde, ist mit einer verstärkten Kälte zu rechnen.
Bergregionen und mögliche Wetteränderungen
In höheren Bergregionen hingegen herrschen abweichend von der Norm mildere Temperaturen mit Plusgraden. Laut Experten hat dies jedoch keine bedeutsame Auswirkung auf die Schneeverhältnisse, sodass Wintersportaktivitäten weiterhin möglich sind.
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Die eisigen Wetterverhältnisse sollen bis mindestens Sonntag, den 29. Dezember, anhalten. Danach könnte ein schwaches, wetterveränderndes System aufziehen, das Wolken mit sich bringt, jedoch keinen nennenswerten Niederschlag verursacht. Eine Erhöhung der Windgeschwindigkeit ist ebenfalls nicht ausgeschlossen. Die Entwicklung der Wetterlage nach diesem Zeitraum ist derzeit ungewiss, da die Vorhersagen noch unsicher sind.