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Luftzwischenfall

Entführungsalarm über Kroatien: Rafale fängt Passagierflugzeug ab

Entführungsalarm über Kroatien: Rafale fängt Passagierflugzeug ab
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Entführungsalarm über Kroatien: Eine Boeing sendet plötzlich den Transpondercode 7500. Daraufhin steigt ein kroatischer Rafale-Kampfjet auf und fängt die Passagiermaschine ab.

Am Dienstag, dem 13. Oktober, kam es im kroatischen Luftraum zu einem ungewöhnlichen Militäreinsatz. Eine maltesische Passagiermaschine vom Typ Boeing auf dem Weg von Griechenland nach Deutschland wurde vom zuständigen NATO-Luftkommando als mögliche Bedrohung eingestuft. Daraufhin wurde ein kroatischer Rafale-Kampfjet zum Abfangen des Flugzeugs eingesetzt.

Auslöser des Einsatzes war der Transpondercode 7500, der in der internationalen Luftfahrt auf eine mögliche Flugzeugentführung hinweist. Daraufhin ordnete das NATO-Luftoperationszentrum CAOC Torrejón den Start eines kroatischen Rafale zur visuellen Identifizierung der Maschine an. Um 11.02 Uhr fing der Kampfjet die Boeing über dem Gebiet von Korenica ab.

NATO-Einsatz koordiniert

Der kroatische Rafale identifizierte die Maschine zunächst visuell und stellte Funkkontakt mit der Besatzung her. Um 11.18 Uhr befand sich der Kampfjet im Gebiet zwischen Rijeka und Delnice und begleitete die Boeing weiter in Richtung slowenischer Grenze. Zwei Minuten später, um 11.20 Uhr, flog die Passagiermaschine in den slowenischen Luftraum ein.

Der Einsatz erfolgte im Rahmen des NATO-Air-Policing und wurde vom Combined Air Operations Centre (CAOC) Torrejón in Spanien angeordnet. Kroatien schützt seinen Luftraum seit 1. Jänner 2026 mit den eigenen Rafale-Kampfjets im Rahmen des integrierten NATO-Luft- und Raketenabwehrsystems NATINAMDS.

Während des Einsatzes waren auch mehrere Mitglieder der kroatischen Regierung in die Lagekoordination eingebunden. Die Vizepremiers und Minister Ivan Anušić, Tomo Medved, Davor Božinović und Oleg Butković standen dabei mit Premierminister Andrej Plenković sowie der kroatischen Luftwaffe in Kontakt.

Ursache geklärt

Wie sich später herausstellte, lag offenbar keine tatsächliche Entführung vor. Die Fluggesellschaft Corendon Airlines erklärte, dass der Code 7500 aufgrund einer kurzzeitigen Störung des Funkkommunikationssystems übermittelt worden sei. Zu keinem Zeitpunkt hätten sich Passagiere, Besatzung oder Flugzeug tatsächlich in Gefahr befunden.

Nach dem Verlassen des kroatischen Luftraums setzte die Boeing ihren Flug in Richtung Deutschland fort. Auch dort wurden aufgrund der Alarmmeldung Kampfflugzeuge eingesetzt. Die Maschine landete schließlich sicher am Flughafen Nürnberg.

Das kroatische Verteidigungsministerium wertete den Einsatz als Beleg für die Einsatzbereitschaft der eigenen Luftwaffe. Nach Angaben des Ministeriums zeigte die Operation die schnelle Reaktionsfähigkeit der Rafale-Piloten sowie Kroatiens Fähigkeit, den eigenen Luftraum im Rahmen des NATO-Air-Policing selbstständig zu überwachen und zu schützen.

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KO KOSMO-Redaktion
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