Eine aufmerksame Nachbarin schlug Alarm, nachdem sie das Ausbleiben ihrer Stammkunden bemerkte. In Landl endete ein stilles Verschwinden tödlich.
Durch den Hinweis einer aufmerksamen Trafikantin wurde in Landl ein tragisches Ereignis aufgedeckt: Zwei Personen starben vermutlich an einer Kohlenmonoxidvergiftung.
In einem Wohnhaus in Landl im Bezirk Liezen in der Steiermark wurden am 1. Oktober zwei Menschen leblos aufgefunden. Bei dem Paar, das vor einigen Jahren aus Deutschland in die Steiermark gezogen war, handelte es sich um zwei Personen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren. Entdeckt wurden sie, nachdem eine Trafikantin aus der Nachbarschaft Verdacht geschöpft und die Polizei verständigt hatte.
Trafikantin schlug Alarm
Die Trafikantin hatte bemerkt, dass zwei ihrer Stammkunden über einen längeren Zeitraum ausgeblieben waren, und alarmierte daraufhin die Behörden. Als die Einsatzkräfte eintrafen, nahmen sie einen auffälligen Geruch wahr, woraufhin die Feuerwehr das Gebäude gewaltsam öffnete. Für das Paar kam jede Hilfe zu spät.
Bürgermeister Bernhard Moser zeigte sich tief betroffen von dem Vorfall. „Ich habe sie natürlich gekannt, sie waren auch mit der Gemeinde in Kontakt“, sagte er. Als Todesursache gilt eine Kohlenmonoxidvergiftung, die möglicherweise durch ein Notstromaggregat ausgelöst wurde.
Laufende Ermittlungen
Die genauen Umstände des Todes sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Staatsanwaltschaftssprecherin Viktoria Steinecker bestätigte: „Eine Obduktion wurde angeordnet und ein toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben.“
Ob das Notstromaggregat tatsächlich für die Vergiftung verantwortlich war, ist noch nicht abschließend geklärt – zumal das Haus regulär an das Stromnetz angeschlossen war.
Die Staatsanwaltschaft Leoben führt die Untersuchungen.