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Temperatur

Dreifaches Krebsrisiko: Wann Kaffee und Tee gefährlich werden

Dreifaches Krebsrisiko: Wann Kaffee und Tee gefährlich werden
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein alltägliches Ritual, ein unterschätztes Risiko: Neue Daten aus Oxford rücken die Trinktemperatur in ein alarmierendes Licht.

Dass sehr heiße Getränke der Gesundheit schaden können, ist keine neue Vermutung – doch nun liefert eine Studienanalyse von Epidemiologen der Universität Oxford konkrete Zahlen: Der regelmäßige Konsum von Getränken mit sehr hoher Temperatur steigert das Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken, um das 3,17-Fache. Besonders in bestimmten Regionen Südamerikas sowie im Iran, wo das Trinken extrem heißer Flüssigkeiten zur gängigen Alltagspraxis gehört, ist die Krebsrate in diesem Bereich bereits messbar erhöht.

Kritische Temperaturschwelle

Als kritische Schwelle gilt laut der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) eine Temperatur von 65 Grad Celsius – Getränke, die heißer als dieser Wert konsumiert werden, stuft die Behörde als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. In Europa liegen die üblichen Trinktemperaturen zwar im Schnitt darunter, dennoch sprechen die Forscher auch für den europäischen Raum eine klare Empfehlung zur Vorsicht aus, da das Risiko grundsätzlich mit steigender Getränketemperatur zunimmt.

Einfache Schutzmaßnahme

Die Empfehlung der Wissenschafter ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Wer seine Getränke auf unter 65 Grad abkühlen lässt, bevor er sie trinkt, kann sein persönliches Risiko deutlich senken. Darüber hinaus raten die Epidemiologen dazu, die Häufigkeit des Konsums sehr heißer Getränke generell zu überdenken.

Allein in Großbritannien ließen sich durch eine solche Verhaltensänderung Schätzungen zufolge bis zu 14 Prozent der Fälle von Plattenepithelkarzinomen (Krebsart der Schleimhaut) der Speiseröhre verhindern.

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KO KOSMO-Redaktion
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