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Kosten

Längerer Dienst, mehr Soldaten: So teuer wird Österreichs Wehrpflichtreform

Längerer Dienst, mehr Soldaten: So teuer wird Österreichs Wehrpflichtreform
FOTO: iStock/Elmar Gubisch
2 Min. Lesezeit |

Fast eine Milliarde Euro, längere Dienstzeiten, neue Pflichten – Österreichs Wehrreform nimmt konkrete Formen an.

Die geplante Reform der Wehrpflicht wird das österreichische Budget in den kommenden Jahren erheblich belasten. Für den Zeitraum 2027 bis 2031 sind zusätzliche Ausgaben von rund 984,6 Millionen Euro veranschlagt. Die jährlichen Nettokosten steigen dabei schrittweise von 17,5 Millionen Euro im Jahr 2027 auf 267,8 Millionen Euro im Jahr 2031.

Da die Reform einer Zweidrittelmehrheit im Nationalrat bedarf, ist die Regierung zwingend auf die Unterstützung zumindest einer Oppositionspartei angewiesen – konkret kommen dafür FPÖ oder Grüne infrage. In Kraft treten soll das neue Regelwerk mit 1. Jänner 2027; betroffen wären erstmals jene Rekruten, die ab diesem Datum zur Stellung antreten.

Zentrale Kostentreiber

Zu den zentralen Kostentreibern zählen die Verlängerung und inhaltliche Verdichtung der Grundausbildung sowie die stärkere Einbindung der Miliz in das Gesamtgefüge des Bundesheeres. Jährlich sollen künftig rund 15.500 Wehrpflichtige einrücken. Die Mobilmachungsstärke des Bundesheeres soll bis 2032 auf 75.000 Personen anwachsen.

Parallel dazu sieht die geplante Novelle des Zivildienstgesetzes eine Verlängerung des Zivildienstes von neun auf elf Monate vor. In den Jahren 2027 und 2028 erfolgt diese Verlängerung zunächst auf freiwilliger Basis und verursacht jeweils Mehrkosten von 1,6 Millionen Euro. Ab 2029 wird die Verlängerung verpflichtend, womit jährliche Zusatzkosten von 7,3 Millionen Euro anfallen.

BKS-Diaspora betroffen

Für junge Männer aus der BKS-Diaspora mit österreichischer Staatsbürgerschaft kann die Reform konkrete Konsequenzen haben, da sie unter Umständen einen verlängerten Wehr- oder Zivildienst zu absolvieren haben.

Ob die Neuregelung tatsächlich in Kraft tritt, hängt letztlich davon ab, ob die Regierung die Zustimmung zumindest einer der beiden Oppositionsparteien gewinnen kann.

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KO KOSMO-Redaktion
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