Djokovic ist zurück – und das mit einem körperlichen Gefühl, das er seit Jahren nicht mehr kannte.
Novak Djokovic hat seine Rückkehr auf die Tour mit einer unmissverständlichen Botschaft an die Konkurrenz verbunden. Beim ATP Masters 1000 in Cincinnati, das der 39-jährige Serbe erstmals seit 2023 wieder bestreitet, zählt er angesichts der Absagen von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz zum engsten Favoritenkreis. Sein Auftaktgegner in der zweiten Runde ist am Samstag der Argentinier Thiago Agustin Tirante.
Setzt sich Djokovic durch, wartet in Runde drei der Sieger aus der Partie zwischen Martin Landaluce und Matteo Arnaldi. In der Tableau-Hälfte des Serben befindet sich zudem Alexander Zverev als potenzieller Halbfinalgegner.
Djokovics Erklärung
Seine Beweggründe für den Start in Cincinnati hat Djokovic in einem Video auf den Social-Media-Kanälen von Tennis TV erläutert. Der 24-fache Grand-Slam-Champion wollte vor den US Open noch Wettkampfpraxis sammeln – und betonte dabei vor allem seinen ungewohnt guten körperlichen Zustand nach Wimbledon. „Ehrlich gesagt wollte ich vor den US Open unbedingt noch ein Turnier spielen. Ich hatte seit Wimbledon nicht mehr gespielt, und mein Körper hat sich danach ziemlich gut erholt. Um ehrlich zu sein, habe ich mich in den letzten zwei Jahren nach einem Grand-Slam-Turnier körperlich noch nie so gut gefühlt“, so Djokovic.
Dass dieser Zustand für ihn keine Selbstverständlichkeit ist, machte der Serbe ebenfalls deutlich. Verletzungen hätten ihn in der jüngeren Vergangenheit regelmäßig ausgebremst und lange Pausen erzwungen. Diesmal präsentiert er sich ohne solche Einschränkungen – und mit spürbarer Spielfreude.
„Bei allen anderen Grand-Slam-Turnieren, die ich in den letzten zwei Jahren gespielt habe, hatte ich mit Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades zu kämpfen, die länger zum Heilen brauchten, bevor ich wieder antreten konnte. Diesmal bin ich in Topform und wollte unbedingt spielen. Ich hatte es ein bisschen vermisst.“
Zu diesen Verletzungen zählten unter anderem ein Riss im linken Oberschenkelmuskel bei den Australian Open 2023, trotz dem er das Turnier gewann, sowie ein Meniskusriss im rechten Knie bei den French Open 2024, der eine Operation erforderlich machte und zum vorzeitigen Turnierende führte.