Serbien ist mit einem Sieg in die Volleyball Nations League 2026 gestartet – doch der Weg dorthin war alles andere als reibungslos.
Serbien startete mit einem Kraftakt in die Volleyball Nations League – und ließ beim 3:1-Erfolg gegen Argentinien (25:23, 25:20, 25:27, 26:24) gleich aufhorchen. Das Duell in Brasília brachte den Orlovi den ersten Sieg gegen Argentinien seit 2022. Trainer Gheorghe Crețu setzte dabei auf eine teilweise umgestellte Startformation: Aleksa Batak, Veljko Mašulović, Vuk Kulpinac, Lazar Marinović, Aleksandar Nedeljković und Aleksandar Stefanović standen zu Beginn auf dem Feld, als Libero sicherte Stefan Negić die Annahme und Feldabwehr ab.
Was das Spiel aus statistischer Sicht prägte: Die Argentinier leisteten sich insgesamt 45 eigene Fehler – eine Zahl, die Serbien theoretisch einen noch deutlicheren Sieg hätte ermöglichen können. Dass die Orlovi im dritten Satz gleich zwei Matchbälle ungenutzt ließen, blieb letztlich ohne Konsequenzen. Die Mannschaft folgte den taktischen Vorgaben von der Bank konsequent und holte sich den Auftaktsieg.
Dramatischer Satzverlauf
Der erste Satz verlief alles andere als gradlinig. Serbien startete mit Schwung, starken Aufschlägen und einem beweglichen Block – und zog auf 11:8 davon. Dann schlichen sich eigene Fehler ein, der Rückstand auf 13:16 war die Folge und brachte Krecu sichtlich in Rage.
Argentinien schien kurzzeitig das Heft in der Hand zu halten. Doch die Orlovi fanden zurück: Ein Aufschlag-Ass von Masulovic sowie Blocks von Nedeljkovic und Batak brachten den Ausgleich zum 21:21, Marinovic übernahm die Führung, und Kulpinac setzte mit dem Satzball den Schlusspunkt.
Im zweiten Durchgang agierten die Gauchos zwar aggressiv, produzierten dabei aber zu viele Eigenfehler – sowohl im Aufschlag als auch im Angriff. Serbien ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen, kontrollierte lange Ballwechsel mit Geduld und solider Feldabdeckung und baute den Vorsprung komfortabel aus. Als Argentinien im Finish auf 20:22 verkürzte, schienen die Gauchos nochmals heranzukommen – doch erneute Fehler vereitelten die Aufholjagd.
Argentiniens Gegenwehr
Der dritte Satz hielt die größte Dramatik bereit. Argentinien gab nicht auf, hielt das Ergebnis offen und übernahm im Finish sogar mit 19:17 die Führung. Das verjüngte serbische Team geriet unter Druck – und ließ trotz zweier Matchbälle den Satzgewinn aus den Händen. Die Gauchos nutzten die Chance, drehten die Partie und verkürzten auf 1:2.
Im vierten Satz übernahmen die Orlovi wieder das Kommando. Ein Ass von Marinovic stellte auf 9:6, doch Argentinien blieb hartnäckig: Nach einer Aufschlagbombe von Morel gelang den Gauchos der Ausgleich zum 20:20. In der entscheidenden Phase aber häuften sich erneut die argentinischen Fehler – Serbien nutzte sie eiskalt und sicherte sich mit 26:24 Satz und Spiel.