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Dreiste 100-Euro-Masche: Unbekannter bedrängt Autofahrer

Dreiste 100-Euro-Masche: Unbekannter bedrängt Autofahrer
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Unbekannter inszeniert Notlagen – und präsentiert danach die Rechnung. Oberwart erlebt eine Serie merkwürdiger Begegnungen.

In Oberwart treibt derzeit ein unbekannter Mann sein Unwesen – und sein Vorgehen folgt dabei einem auffälligen Muster. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, soll er in zwei Fällen Passanten sowie Autofahrer bedrängt haben: Zunächst schreit er laut um Hilfe, um kurz darauf von den Betroffenen 100 Euro zu verlangen. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, auf solche Forderungen einzugehen.

Bereits einige Tage zuvor hatte sich offenbar ein vergleichbarer Vorfall in einem Kreisverkehr in Oberwart zugetragen. Eine Autofahrerin musste scharf bremsen, nachdem ein Mann unvermittelt von der Mittelinsel auf die Fahrbahn gesprungen war – mutmaßlich dieselbe Person. Auch hier folgte die Forderung nach 100 Euro: Der Unbekannte behauptete, die Frau hätte ihn beinahe erfasst. Erst nachdem sie androhte, die Polizei zu alarmieren, ergriff er die Flucht.

Erster Vorfall

Der erste dokumentierte Vorfall ereignete sich am vergangenen Freitag in der Innenstadt von Oberwart. Ein 79-jähriger Pensionist beobachtete, wie ein fremder Mann die Autotür seines geparkten Fahrzeugs mit voller Wucht zuschlug – während seine Frau noch im Wagen saß. Statt auf den älteren Herrn einzugehen, soll der etwa 30-Jährige beide Arme in die Höhe gerissen und laut „Hilfe! Hilfe!“ gerufen haben.

Wenig später behauptete er laut der Tageszeitung, vom Autobesitzer bedroht worden zu sein – und verlangte anschließend 100 Euro. Gegen diese Zahlung werde er den angeblichen „Nötigungsversuch“ auf sich beruhen lassen, andernfalls werde er die Polizei einschalten.

Doch der Pensionist kam ihm zuvor und verständigte selbst die Exekutive. Bis dahin stellte sich der Mann laut Schilderung vor das Fahrzeug und blockierte die Weiterfahrt. Erst als zufällig eine Polizeistreife vorbeikam, lief er davon, wie die „Krone“ berichtet.

Polizeiliche Warnung

Die Polizei empfiehlt Betroffenen, in einer solchen Lage Besonnenheit zu bewahren und unverzüglich die Behörden zu kontaktieren. „Wer in eine derartige Situation gerät, sollte Ruhe bewahren und sofort die Exekutive verständigen. Auf Geldforderungen sollte man sich keinesfalls einlassen“, heißt es von der Polizei gegenüber der „Kronen Zeitung“.

Ob hinter beiden Vorfällen tatsächlich ein und dieselbe Person steckt, ist bislang nicht geklärt. Die Ähnlichkeit der geschilderten Abläufe ist jedoch augenfällig.

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KO KOSMO-Redaktion
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