Unter Drogeneinfluss und ohne Führerschein lenkte ein Slowene einen Gefahrengut-Transporter durch Graz – mit einer Tonne gefährlicher Chemikalien an Bord.
Polizisten stoppten am Freitagvormittag in der Kärntner Straße in Graz einen Gefahrengut-Transporter während einer Routinekontrolle. Das Fahrzeug transportierte eine Tonne umweltgefährdende Säuren und Laugen. Der 47-jährige Lenker gab zunächst an, seinen Führerschein in Slowenien vergessen zu haben. Die Beamten ermittelten jedoch, dass dem Mann die Lenkberechtigung in seinem Heimatland bereits wegen mehrerer Drogendelikte entzogen worden war.
Drogenkonsum nachgewiesen
Bei der Kontrolle zeigte sich, dass der slowenische Staatsbürger auch diesmal unter Drogeneinfluss stand. Ein Schnelltest wies den Konsum von Kokain und Marihuana nach. Die Polizei untersagte dem 47-Jährigen die Weiterfahrt und erstattete Anzeige.
Offenbar hatte sich der Mann schon mehrfach trotz fehlendem Führerschein ans Steuer gesetzt.
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Verstärkte Kontrollen nötig
Der aktuelle Fall verdeutlicht bestehende Probleme bei der Überwachung von Gefahrguttransporten. Bei einer kürzlich durchgeführten Schwerpunktkontrolle in Wien wurden 25 Anzeigen wegen Verstößen gegen gefahrengutrechtliche Bestimmungen erstattet. Mehreren Lenkern musste die Weiterfahrt untersagt werden.
Besonders im grenzüberschreitenden Verkehr bestehen Sicherheitslücken. Trotz des internationalen ADR-Übereinkommens, das den Transport gefährlicher Güter regelt, gestaltet sich die Überprüfung von Lenkberechtigungen ausländischer Fahrer oft schwierig. Österreichische Behörden setzen daher vermehrt auf gemeinsame Kontrollen mit Nachbarstaaten und verbesserten Informationsaustausch, um potenzielle Gefahren für die Bevölkerung zu minimieren.
📍 Ort des Geschehens