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INTERVIEW

„Ein Blackout ist möglich”

(FOTO: zVg.)

Wir sprachen mit dem LH-Stellvertreter und zuständigen niederösterreichischen Landesregierungsmitglied für Umwelt, Landwirtschaft, Energie, Landeskliniken und Feuerwehren Stephan Pernkopf über Energiesicherheit, die Teuerungswelle und Klimaschutz.

KOSMO: Umwelt- und Klimaschutz haben in Niederösterreich eine lange Tradition. Wo steht man hier?
Stephan Pernkopf:
Tradition ist sehr gut, aber Innovation ist noch besser. Wir brauchen beides zusammen. Wir haben schon sehr viel erreicht. Und wenn man sich die letzten Monate anschaut, ist das Klima- und Energie-Thema vom CO₂ -Reduktions-Thema auch zu einem zum Versorgungssicherheits-Thema geworden. Wie erhalten die Menschen Strom? Wie halten sie ihre Wohnung, ihr Haus warm? Unser Weg der letzten Jahre, bei der Energieversorgung in Niederösterreich besonders auf erneuerbare Energien zu setzen, ist hier der Richtige. Und auf der anderen Seite sparen wir damit natürlich auch CO₂ ein.


Wir befinden uns aktuell in einer Energiekrise. Wie meistert man diese Herausforderung in Niederösterreich?
Wir müssen Energie sparen und weiter erneuerbare Energien ausbauen. Bei uns stehen österreichweit die meisten Windräder und die meisten Photovoltaikanlagen. Rund 70.000 Anlagen haben wir schon gebaut – das ist wichtig und ist zu einer Energie-Bewegung geworden. Meine Idee geht Richtung Bürgerenergie, Heimatenergie. Das heißt, die regionalen Kreisläufe müssen auch in der Energieversorgung geschlossen werden. Es geht um die Versorgungssicherheit direkt vor Ort, vor der eigenen Haustür. Deswegen müssen Photovoltaik, Windkraft und auch Wasserkraft weiter tüchtig angekurbelt werden. Damit wir unabhängig von etwaigen ausländischen Energielieferanten sind.

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