Die FIFA hat einen beeindruckenden Preispool von einer Milliarde Dollar für die diesjährige Klub-Weltmeisterschaft in den USA ausgelobt. Das Turnier, das erstmals im erweiterten Format mit 32 Mannschaften ausgetragen wird, läuft noch bis zum 13. Juli.
Doch während die Geldtöpfe prall gefüllt sind, bleiben die Zuschauerränge erschreckend leer. Was als Fußballfest der Superlative angekündigt wurde, entwickelt sich zum Publikumsflop. Besonders deutlich zeigte sich das Problem beim Aufeinandertreffen zwischen dem südafrikanischen Vertreter Mamelodi Sundowns und dem südkoreanischen Klub Ulsan.
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Leere Tribünen
Die Tribünen wirkten wie ausgestorben – ein Fan zählte kurz vor dem Anpfiff gerade einmal 97 Zuschauer im weiten Rund. Obwohl der Stadionsprecher später von 3.100 Besuchern sprach, machte diese Zahl in einer Arena mit 25.000 Plätzen einen kläglichen Eindruck – und selbst diese offizielle Angabe darf bezweifelt werden.
Sportlich lief es für Mamelodi hingegen nach Plan: Mit einem 1:0-Erfolg gelang den Südafrikanern ein perfekter Turnierstart.
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FIFA betont Verkaufserfolge
Die offizielle Darstellung des Weltverbands steht in deutlichem Kontrast zur Realität in den Stadien. Während die FIFA von einem Zuschauererfolg mit fast 1,5 Millionen verkauften Eintrittskarten spricht und die „multikulturelle Atmosphäre“ mit Fans aus über 130 Ländern hervorhebt, zeigen die Bilder aus den Arenen eine andere Geschichte. Die offizielle Zuschauerzahl beim Spiel zwischen Mamelodi und Ulsan wurde nachträglich auf 3.412 Besucher korrigiert – in einer Arena für 25.500 Menschen.
Der finanzielle Erfolg scheint dennoch gesichert: Die Übertragungsrechte wurden für eine Milliarde Dollar an den Streamingdienst DAZN verkauft. Kritiker sehen darin einen weiteren Beleg für die zunehmende Diskrepanz zwischen kommerziellen Interessen und dem tatsächlichen Fan-Interesse an immer neuen FIFA-Wettbewerben.