Start Politik Einigung zwischen Skopje und Athen: Mazedonien bekommt neuen Namen?
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Einigung zwischen Skopje und Athen: Mazedonien bekommt neuen Namen?

Republik Mazedonien Namensänderung
(FOTO: zVg./KOSMO)

Zwischen Griechenland und Mazedonien herrschte seit 1991 ein Streit um die Verwendung des Namens Mazedonien.

Grund für den Protest vonseiten der Griechen ist die Befürchtung, dass Mazedonien Ansprüche auf die griechische Region Makedonien stellen könnte.

Seit der Hellenisierung der antiken Makedonen beansprucht Griechenland diesen Landstrich und das damit verbundene kulturelle und historische Erbe. Bisher war Mazedonien aus diesem Grund international als The former Yugoslav Republic of Macedonia (F.Y.R.O.M., dt. Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien) vertreten.

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Der FPÖ-Klubobmann reiste gestern nach Banja Luka, um dort an den Feierlichkeiten anlässlich des umstrittenen „Nationalfeiertags“ der Republika Srpska teilzunehmen.

Die Vereinten Nationen erkannten Mazedonien an, forderten die Parteien jedoch auf, eine friedliche Lösung für den Namenskonflikt zu finden. Wie die griechische Tageszeitung „Proto tema“ kürzlich berichtete, sollen sich die griechische und mazedonische Regierung auf eine Namensänderung geeinigt haben. Derzeit befindet sich der Vize-Premier Mazedoniens Bujar Osmani auf Staatsbesuch in Athen.

Der neue Name Mazdoniens soll demnach „Republik Neu Mazedonien“ (Republika Nova Makedonija) lauten. Bereits kurz nach der Unabhängigkeitserklärung Mazedoniens im Jahr 1991 wurde dieser Namensvorschlag unterbreitet. Damals wurde dieser jedoch von der nationalistischen mazedonischen Regierung abgewiesen.

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Bezeichnungsänderungen
Nicht nur der Name des Landes, sondern auch der Landessprache und der Einwohner würde sich hiermit ändern. Somit soll die mazedonische Sprache in Zukunft im Land selbst „gegenwärtige mazedonische Sprache“ heißen. Im Ausland werde die Bezeichnung „Neumazedonisch“ verwendet.

Auch das Adjektiv „mazedonisch“ werde in Zukunft nur in Neumazedonien Verwendung finden. In allen anderen Sprachen wird man in Zukunft „neumazedonisch“ sagen. Ähnliche Änderungen gibt es auch hinsichtlich der Bezeichnung der Einwohner.

Mazedonier behalten die bisher geläufige Bezeichnung „Makedonci“ nur in der Landessprache. Auf Englisch werden sie in Zukunft als „Ethnische Mazedonier“ und auf Griechisch als „Slavo-Mazedonier“ bezeichnet.

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