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Herzlos

Eltern geben 6-jährige Tochter in Babyklappe ab

Eltern geben 6-jährige Tochter in Babyklappe ab
(FOTO: iStock/fizkes)
2 Min. Lesezeit |

Ein herzzerreißendes Schicksal berührt Polen: Die sechsjährige Eliza wurde von ihren eigenen Eltern in eine Babyklappe abgegeben, weil das kleine Mädchen ihnen schlicht „zu teuer“ geworden war.

Eine schockierende Entdeckung am Kloster

Am Abend des 29. August hatten Nonnen eines Franziskanerklosters in der Warschauer Innenstadt einen unerwarteten Fund: In ihrer Babyklappe fanden sie die kleine, verängstigte Eliza, ein sechsjähriges Mädchen. Die Nonnen nahmen sich sofort der Kleinen an und verständigten die Polizei.

Reise mit dem Vater ins Ungewisse

Berichten der Zeitung „Fakt“ zufolge erzählte Eliza, dass sie mit ihrem Vater nach Warschau gereist war. Am Kloster angekommen, schob er sie durch die enge Luke der Babyklappe und verschwand. Angeblich wollten beide danach nach Holland auswandern.

Ermittlungen

Die Polizei konnte die Eltern, Radek und Wiola, schnell ausfindig machen. Sie lebten in Nasielsk, ungefähr 50 Kilometer entfernt von Warschau. Bei der Durchsuchung ihres Hauses entdeckten die Beamten Elizas gesamtes Spielzeug in schwarzen Müllsäcken, bereit zur Entsorgung.

Rechtfertigungen und kriminelle Vergangenheit

In den ersten Befragungen räumten Radek und Wiola die Tat ein und versuchten, diese mit finanziellen Problemen zu begründen. Ihre Tochter sei einfach „zu teuer“ geworden. Radek war bereits wegen Versäumnissen bei Unterhaltszahlungen verurteilt worden und saß über zwei Monate im Gefängnis.

Familie hatte Schulden

Ein Verwandter erzählte der Zeitung „Fakt“, dass die Familie hoch verschuldet war: „Sie nahmen Kredite auf, bevor sie ausgezahlt wurden. Sie hatten absolut keine Stabilität. Radek ging in die Niederlande, um Geld zu verdienen, und Wiola kümmerte sich um Haus und Tochter.“

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Entsetzen in der Verwandtschaft

Für Wiolas Familie war das Aussetzen von Eliza ein harter Schlag. Ein Familienmitglied sagte, Wiola sei eigentlich eine gute Frau und liebevolle Mutter gewesen, die jedoch blind ihrem Mann vertraut habe. „Wenn wir gewusst hätten, dass sie Eliza am ‚Fenster des Lebens‘ zurücklassen würden, hätten wir das sicherlich nicht zugelassen. Jemand hätte sich gekümmert.“

Derzeit befindet sich Eliza in einem Kinderheim. Ein Gericht wird über ihre weitere Zukunft entscheiden.

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KO KOSMO-Redaktion
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