Laut dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) lebten am 1. Jänner 2024 rund 2,038 Millionen Menschen in Österreich, die im Ausland geboren wurden. Dies entspricht 22,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Vergleich zum Jahr 2019 zeigt sich ein Anstieg um 2,7 Prozentpunkte beziehungsweise 17,9 Prozent.

Die größte Gruppe unter den Zugewanderten stammt aus Deutschland mit etwa 265.100 Personen. Es folgen Menschen aus Bosnien und Herzegowina (178.900 Personen) sowie aus der Türkei (165.300 Personen). Auch Personen aus Rumänien, Serbien und Ungarn sind zahlreich in Österreich vertreten. Weiters gibt es viele Zugewanderte aus Syrien, der Ukraine, Polen und Kroatien.
Die Mehrheit dieser Menschen lebt in der Hauptstadt Wien, wo 39,5 Prozent der im Ausland Geborenen ansässig sind. Oberösterreich verzeichnet einen Anteil von 13,6 Prozent, und in Niederösterreich liegt der Anteil bei 12,4 Prozent. Im Gegensatz dazu ist der Anteil im Burgenland mit etwa 2 Prozent eher gering.
Im Jahr 2023 kamen etwa 195.000 Menschen aus dem Ausland nach Österreich, während rund 128.300 das Land verließen. Der resultierende Wanderungssaldo, also die Nettozuwanderung, betrug 66.600 Personen. Im Vergleich zu 2022 stellt dies eine Reduktion von über 50 Prozent dar. Besonders viele der neuen Zuwanderer kamen aus Deutschland, Rumänien, der Ukraine und Syrien.
Arbeitsmarktzahlen und Einkommensunterschiede
Die Arbeitslosenquote zeigt deutliche Unterschiede zwischen österreichischen Staatsbürgern und Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Im Jahr 2023 lag die Arbeitslosenquote bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft bei 9,6 Prozent, im Gegensatz zu 5,3 Prozent bei der einheimischen Bevölkerung. Auch bei den Einkommen bestehen signifikante Differenzen: Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft erzielten 2022 ein durchschnittliches Nettojahreseinkommen von 25.400 Euro, was etwa 82 Prozent des Einkommens österreichischer Staatsbürger beträgt.
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Innerhalb der zugewanderten Bevölkerung gibt es ebenfalls Einkommensdifferenzen. Personen aus EU- und EFTA-Staaten, die der Union vor 2004 beitraten, verdienten im Durchschnitt mehr als jene aus später beigetretenen EU-Ländern sowie aus der Türkei und den ehemaligen jugoslawischen Staaten. Diese Zahlen verdeutlichen die wirtschaftlichen Herausforderungen und Chancen im Kontext der Zuwanderung.