Erste Hilfe: Was tun, wenn sich mein Kind verbrennt?

KOSMO KID CARE

Erste Hilfe: Was tun, wenn sich mein Kind verbrennt?

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FOTO: iStockphoto

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In unserer neuen Rubrik „KOSMO kid care“ wollen wir euch von nun an regelmäßig mit wichtigen Themen rund ums Kind versorgen. Den Anfang machen wir mit wichtigen Erste Hilfe-Tipps…

Kinder sind häufig wild und neugierig, wodurch sie sich nicht selten in Gefahr bringen. Oft kommt es daher zu Verbrennungen und anderen Verletzungen. In diesem Fall ist schnelles Handeln gefragt. Wir haben einige Expertentipps für wichtige Erste Hilfe-Maßnahmen für euch.

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Kommt es zu einer Verbrennung, ist rasches Handeln gefragt, da die Haut von Kindern deutlich dünner ist, als die von Erwachsenen und bereits wenige Sekunden Einwirkzeit genügen, um schwere Verletzungen zu verursachen. Hier gilt: Wenn mehr als zehn Prozent der Hautfläche betroffen ist – was bei Kleinkindern ungefähr einem Arm entspricht – kann es lebensgefährlich werden.

Verbrennungsgrade

Wirkt die Hitze nur kurz ein und handelt es sich dabei somit nur um eine Verbrennung ersten Grades, so wird die betroffene Hautstelle rot und kann anschwellen. Bei Verbrennungen zweiten Grades, die beispielsweise durch heißes Wasser entstehen, bilden sich unter anderem Brandblasen. Verbrennungen dritten Grades, etwa durch Feuer ausgelöst, zerstören das Gewebe. Zwar sind die Schmerzen in diesem Fall oft weniger stark, als bei leichten Verbrennung, aber hier können Atem- und Kreislaufstörungen dazukommen.

Was tun?

Nur wenn man sich ganz sicher ist, dass es sich um eine sehr kleine Verbrennung handelt, die man selbst versorgen kann, sollte man auf folgende Tipps zurückgreifen. Ansonsten muss unverzüglich der Rettungsdienst unter 144 kontaktiert werden.

In jedem Fall gilt es Ruhe zu bewahren. Ist das Kind ansprechbar und hat eine kleine Brandwunde, wie zum Beispiel die Oberfläche eines Fingers, muss man die Stelle kühlen, um die Schmerzen zu lindern.

Das Wasser sollte etwa zwei Minuten lang über die betroffene Stelle laufen, wobei man kein Eiswasser verwenden sollte, da es sonst zu Unterkühlungen kommen könnte. Sobald das Kind keinen Schmerz mehr verspürt oder das Kühlen unangenehm wird, kann man es unterbrechen.

Bei Verbrühungen muss die Kleidung so schnell wie möglich, aber vorsichtig entfernt werden – eventuell mit einer Schere. Eingebrannte Kleider sollen angelassen werden. Das Kind muss in eine leichte Decke gehüllt und beruhigt werden. Hausmittel, wie Butter, Mehl oder Quark sind tabu, da es zu Infektionen kommen könnte.

Im Anschluss an das Kühlen muss die Wunde mit einer sterilen Kompresse aus dem Verbandkasten locker bedeckt werden. Eine Brandblase darf auf keinen Fall geöffnet werden. Es besteht Infektionsgefahr. Außerdem können sie die Wundheilung fördern.

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