Ein falsch geparktes Moped, ein wütender Anwohner und eine Schreckschusspistole – in Wien-Favoriten eskalierte ein banaler Streit zu einem Polizeieinsatz mit WEGA-Beteiligung.
In Wien-Favoriten kam es am Samstagabend zu einer bedrohlichen Situation, als ein 21-jähriger Mann einen Essenszusteller mit einer Schreckschusspistole konfrontierte. Der Auslöser des Vorfalls war offenbar trivial: Der 18-jährige Lieferant hatte sein Elektromoped im Eingangsbereich eines Mehrparteienhauses abgestellt, was den älteren Mann in Wut versetzte. Zunächst richtete der 21-Jährige vom Balkon aus die Waffe auf den Zusteller, wie die Landespolizeidirektion einen Tag später bekannt gab. Anschließend begab er sich auf die Straße und verlangte unter Androhung mit einem Stock die Entfernung des Fahrzeugs.
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Polizeieinsatz folgt
Der eingeschüchterte Lieferant entfernte sich vom Ort des Geschehens und alarmierte umgehend die Polizei. Einsatzkräfte der Inspektion Fiakerplatz rückten daraufhin gemeinsam mit Spezialisten der WEGA (Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung) an und durchsuchten die Wohnung des Verdächtigen. Im Wohnzimmer fanden die Beamten die gesuchte Schreckschusspistole und nahmen den 21-Jährigen vorläufig fest.
Eine Alkoholkontrolle ergab einen erheblichen Wert von etwa 2,3 Promille. Bei seiner Befragung legte der stark alkoholisierte Mann ein Geständnis ab.
Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete schließlich an, ihn auf freiem Fuß anzuzeigen.