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MEDIKAMENTE

EU genehmigt Rekordzahl an neuen Wirkstoffen

EU genehmigt Rekordzahl an neuen Wirkstoffen
FOTO: iStock/SteveAllenPhoto
2 Min. Lesezeit |

2024 verzeichnete die EU mit 43 neuen Arzneimitteln einen Rekord. Besonders in der Onkologie gab es Fortschritte, während die Finanzierung und Einführung neuer Therapien weiterhin diskutiert werden.

Die Europäische Union verzeichnete 2024 eine bislang unerreichte Anzahl an neu zugelassenen Arzneimitteln. Laut kürzlich veröffentlichten Daten aus Deutschland, die weitgehend auf Österreich übertragbar sind, genehmigte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) 43 komplett neue Wirkstoffe. Dies stellt einen bemerkenswerten Fortschritt in der Arzneimittelforschung dar, so der Verband der forschenden Pharmaindustrie Deutschlands (vfa).

Stabile Entwicklung im internationalen Vergleich

Die weltweite Entwicklung von Medikation zeigt sich stabil auf hohem Niveau. Zu den Neuheiten kamen zudem 22 Erweiterungen für bestehende Arzneimittelanwendungen hinzu. Angesichts des Patentschutzes, unter dem neue Arzneimittel stehen, profitiert die Pharmaindustrie finanziell deutlicher von diesen Innovationen im Vergleich zu generischen Medikamenten, die im Preiskampf oft das Nachsehen haben.

Historische Daten aus Deutschland belegen, dass 2014 mit 49 Neuzulassungen ein Rekordjahr war, gefolgt von 46 im Jahr 2021 und erneut 49 im Jahr 2022. 2023 verzeichnete jedoch einen Rückgang auf 30 Neuzulassungen. In Österreich wurden 2022 insgesamt 54 Innovationen gemeldet, im Jahr zuvor waren es 41, was auf ein ähnliches Innovationsniveau in beiden Ländern hinweist.

Fortschritte in der Onkologie

Mit zwölf neuen Therapien zur Behandlung von Krebserkrankungen führte die Onkologie im Jahr 2024 die Innovationsstatistik an. Die zweite häufigste Todesursache zu bekämpfen, bleibt eine Priorität, wobei personalisierte Therapiekonzepte gegen Krebsarten wie Speiseröhren-, Magen- und Brustkrebs, Gallengangskarzinome und Leukämie weiterhin an Bedeutung gewinnen, berichtet der Informationsdienst Pharma Fakten.

Im Segment der immunologischen Erkrankungen wurden zehn neue Medikamente eingeführt, gefolgt von sechs Präparaten gegen Infektionen. Hervorzuheben sind zudem zwei neue Impfstoffe gegen Tollwut und das Respiratorische-Synzytial-Virus (RSV). Außerdem stehen zwei neue Reserveantibiotika zur Verfügung, die speziell gegen multiresistente Bakterien eingesetzt werden sollen.

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Nach wie vor gibt es Diskussionen über die wirtschaftlichen Bedingungen zur Entwicklung von Arzneimitteln gegen multiresistente Erreger. Aufgrund der geringen Einsatzhäufigkeit dieser Präparate gestaltet sich die Refinanzierung der Entwicklungskosten als herausfordernd. Die zukünftige Pharmagesetzgebung der EU könnte hier entscheidende Weichenstellungen vornehmen.

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KO KOSMO-Redaktion
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