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Rechtsstaatlichkeitsbericht

EU-Kommission stellt alarmierende Mängel in Österreichs Justiz fest

EU-Kommission stellt alarmierende Mängel in Österreichs Justiz fest
(FOTO: iStock/serggn/EPA-EFE/RONALD WITTEK)
2 Min. Lesezeit |

In ihrem jüngsten Rechtsstaatlichkeitsbericht für das Jahr 2024 hat die Europäische Kommission tiefgreifende Bedenken bezüglich der politischen Einflüsse bei der Besetzung wichtiger Posten in der österreichischen Justiz geäußert.

Spezifische Kritikpunkte umfassen das Ausbleiben von Verbesserungen in den Verfahren zur Ernennung von Gerichtspräsidenten in Verwaltungsgerichten, Reformstaus bei der Bundesstaatsanwaltschaft sowie mangelnde Fortschritte in den Bereichen Transparenz und Lobbying-Überwachung.

Ernennungsprozesse

Im Kern der Kritik steht das Stillhalten der österreichischen Regierung bezüglich der notwendigen Reformen im Justizwesen. Besonders hervorgehoben wird das Fehlen von Fortschritten bei der Einbeziehung der Justiz in den Prozess der Ernennung von Präsidenten der Verwaltungsgerichte. Dieser Mangel an Fortschritt deutet auf eine weiterhin bestehende politische Einflussnahme hin, die die Unabhängigkeit der Justiz potenziell untergräbt.

Reform der Bundesstaatsanwaltschaft bleibt aus

Zusätzlich hebt der EU-Rechtsstaatlichkeitsbericht das Ausbleiben von Verbesserungen bei der dringend benötigten Reform der Bundesstaatsanwaltschaft hervor. Die Effizienz und Unparteilichkeit dieser Körperschaft bleiben dadurch wesentlich hinter den europäischen Standards zurück.

Mangel an Transparenz und Lobbying-Überwachung

Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Fortentwicklung im Bereich der Transparenzregeln für Parlamentsabgeordnete sowie der unzureichenden Überwachung von Lobbyaktivitäten. Diese Lücken in der Gesetzgebung und deren Umsetzung fördern ein Klima, in dem politische Entscheidungsprozesse anfällig für unerwünschte Beeinflussung bleiben können.

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KO KOSMO-Redaktion
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