Mit scharfen Worten attackiert Trump Europas Führungsspitzen als „schwach“ und ahnungslos. Die jüngste Konfrontation in einer zunehmend angespannten transatlantischen Beziehung.
US-Präsident Trump verschärft seine Kritik an Europa und bezeichnet dessen Führungsspitzen als „schwach“. In einem Interview mit „Politico“, das am Dienstag veröffentlicht wurde, äußerte sich Trump abwertend über die europäischen Regierungschefs. Sie seien zwar auf politische Korrektheit bedacht, wüssten jedoch nicht, welche Maßnahmen zu ergreifen seien. „Europa weiß nicht, was es tun soll“, so der US-Präsident in dem am Montag geführten Gespräch.
Diese Äußerungen reihen sich ein in eine Serie von Konfrontationen. Erst in der Vorwoche hatte die US-Regierung mit ihrer neuen „Nationalen Sicherheitsstrategie“ für erhebliche Verstimmung in Europa gesorgt. Das Dokument wirft europäischen Regierungen unter anderem vor, „demokratische Prozesse zu untergraben“.
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Scharfe Sicherheitsstrategie
Zudem warnt Washington vor einer drohenden „zivilisatorischen Auslöschung“ Europas und erklärt es zum Ziel, „Europa bei der Korrektur seines derzeitigen Kurses zu helfen“. Die Rhetorik markiert einen neuen Tiefpunkt in den transatlantischen Beziehungen.
Europäische Reaktionen
Die Reaktionen aus Brüssel fielen zurückhaltend aus. Eine Sprecherin der Europäischen Kommission wollte die Trump-Äußerungen nicht direkt kommentieren, betonte jedoch: „Wir sind sehr froh und dankbar, exzellente Führungsspitzen zu haben.“
Trotz Herausforderungen wie dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den Zollkonflikten mit den USA stehe die Europäische Union weiterhin geschlossen zusammen. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich differenzierter zur amerikanischen Sicherheitsstrategie. Einige Aspekte seien nachvollziehbar und verständlich, sagte Merz.
Manches darin ist für uns aus der europäischen Sicht inakzeptabel.