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Ab Juni

Experten warnen vor 40-Grad-Sommer in Österreich

Experten warnen vor 40-Grad-Sommer in Österreich
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Hitzerekorde, Dürreperioden und eine Sahara-Luftmasse, die das Thermometer über 40 Grad treiben könnte – Österreich steht vor einem extremen Sommer mit dramatischen Folgen.

Österreich steht vor einem Sommer der Extreme. Meteorologische Prognosen deuten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen der wärmsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hin. Jan Schenk, Meteorologe bei Weather.com, verwendet dabei drastische Worte: „Die Prognosen waren noch nie so aggressiv.“ Er spricht von einem bevorstehenden „Jahrhundert-Sommer“.

Der Juni markiert bereits den Beginn dieser außergewöhnlichen Hitzeperiode. Eine sogenannte Hitzeglocke, im Fachjargon als Heat-Dome bezeichnet, bildet sich über Südosteuropa und wird sich nach Einschätzung des Wetterexperten bis nach Österreich ausbreiten. Schenk prognostiziert „intensives Hochdruckwetter mit viel Sonnenschein und wenig Regen“ und warnt: „Die Höchstwerte werden nicht bei 35 Grad stoppen. Man kann jetzt schon davon ausgehen, dass die 40-Grad-Marke im Sommer 2025 mehrfach überschritten wird.“ Bereits im Juni wird die erste Hitzewelle auftreten.

Für Deutschland beziffert der Meteorologe die Wahrscheinlichkeit eines der heißesten Sommer aller Zeiten auf „70 bis 100 Prozent“ – eine Einschätzung, die vermutlich auch auf Österreich zutrifft. Die sommerliche Hitzeperiode wird den Vorhersagen zufolge mindestens bis Ende August anhalten, möglicherweise sogar länger. „Wer im Urlaub sonniges, heißes Wetter mag, der kann den Sommer 2025 getrost daheim verbringen“, erklärt Schenk. Seine Prognosen zum Niederschlag geben hingegen Anlass zur Sorge.

Drohende Dürreperioden

Zahlreiche Regionen Österreichs leiden bereits seit Monaten unter wiederkehrenden Dürreperioden. Zwar wird für den Zeitraum von Ende Mai bis Mitte Juni Regen erwartet, besonders in den Alpenregionen, doch anschließend droht erneut eine ausgedehnte Trockenphase – mit potenziell verheerenden Konsequenzen für die Landwirtschaft. Zusätzlich zu diesen beunruhigenden Vorhersagen rechnen Meteorologen mit einer ungewöhnlich heißen Sahara, deren Luftmassen die extremen Temperaturen nach Österreich transportieren können. „Diese heiße Sahara-Luft wird die Thermometer über die 40-Grad-Marke treiben, und Nächte bieten kaum noch Abkühlung“, warnen die Fachleute.

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Im Vergleich zu früheren Extremsommern wie 2003, 2015, 2019 und 2022 prognostizieren aktuelle Wettermodelle für 2025 eine noch frühere und länger andauernde Hitzeperiode, mit bereits im Juni möglichen Temperaturen über 40 Grad und einer deutlich erhöhten Gefahr von Dürreschäden und Waldbränden. Laut Angaben des österreichischen Bauernbunds arbeiten Landwirte in besonders betroffenen Regionen bereits an Notfallplänen, wie etwa der Umstellung auf trockenresistentere Kulturen, dem Ausbau von Bewässerungssystemen und dem verstärkten Einsatz digitaler Monitoring-Methoden, um Ernteausfälle so gering wie möglich zu halten.

Klimawandel-Folgen

Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich in Österreich bereits deutlich: Die Alpenrepublik erwärmt sich etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts stieg die Jahresdurchschnittstemperatur um mehr als 2 Grad. Die Folgen sind vielfältig: Gletscher wie die Pasterze oder der Gepatschferner ziehen sich massiv zurück, Schneesaisonen verkürzen sich – ein kritischer Faktor für den Wintertourismus. Längere Trockenperioden, besonders im Osten des Landes, wechseln sich mit zunehmenden Starkregenereignissen ab, die Überschwemmungen und Murenabgänge verursachen. Die Landwirtschaft kämpft mit veränderten Vegetationszeiten sowie neuen Schädlingen und Krankheiten.

Hitzewellen fordern mehr Todesopfer, insbesondere in städtischen Gebieten, während sich Krankheitsüberträger wie Zecken oder Tigermücken ausbreiten. Die Tier- und Pflanzenwelt verändert sich, alpine Lebensräume schwinden durch den Rückgang des Permafrosts.

Gleichzeitig nehmen Schäden durch Extremwetterereignisse zu, was die Kosten für Schutzmaßnahmen in die Höhe treibt.

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KO KOSMO-Redaktion
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