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Buchbetrug

Falsche Sammlerschätze: Betrüger nehmen Opfern 70.000 Euro ab

Falsche Sammlerschätze: Betrüger nehmen Opfern 70.000 Euro ab
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Wertlose Bücher als Sammlerschätze verkauft – zwei Männer ergaunerten damit fast 70.000 Euro. Nun folgte das Urteil.

In Korneuburg, Niederösterreich, sind zwei Männer wegen gewerbsmäßig schweren Betrugs zu je 18 Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Die Angeklagten hatten ihre Opfer mit minderwertigen Büchern getäuscht und ihnen dabei insgesamt knapp 70.000 Euro abgenommen.

Das Urteil gegen den 58- und den 32-Jährigen ist noch nicht rechtskräftig. Es handelt sich bereits um den zweiten Rechtsgang – das ursprüngliche Ersturteil des Landesgerichts Korneuburg war vom Obersten Gerichtshof aufgehoben worden.

Gefährliche Betrugsmasche

Die Täter hatten ihre Opfer davon überzeugt, wertlose Bücher als begehrte Sammlerstücke zu erwerben.

Das Bundeskriminalamt warnt ausdrücklich vor dieser Betrugsform.

Reinhard Nosofsky, Leiter der Abteilung Betrugs- und Wirtschaftskriminalität im Bundeskriminalamt, beschreibt die Vorgehensweise der Täter so: „Es geht um ‚wertvolle‘ Bücher die angeboten werden, oftmals wird auf eine Sammlung hingewiesen, die deutlich mehr wert wäre als einzelne Bücher.“ Besonders ältere Menschen geraten häufig ins Visier solcher Betrüger.

Nosofsky appelliert an Betroffene, entsprechende Vorfälle zur Anzeige zu bringen. Die Masche ist in Deutschland bereits weit verbreitet und tritt auch in Österreich zunehmend auf.

In Deutschland ermittelt die Polizei seit 2022 gegen eine bundesweit agierende Betrügergruppe, die mit angeblich wertvollen Faksimile-Büchern vor allem ältere Menschen geschädigt und dabei mindestens 370 Opfer um rund 11 Millionen Euro gebracht haben soll. Die Thüringer Polizei beschreibt die sogenannte „Faksimile-Masche“ als bundesweit feststellbares Phänomen eines systematischen, betrügerischen Verkaufs überteuerter Bücher vornehmlich an ältere Menschen, bei dem seit 2023 Straftatenhäufungen registriert werden.

Nosofskys Empfehlung

Nosofsky empfiehlt, bei verdächtigen Angeboten nicht vorschnell zu handeln: „Wenn so ein Angebot gemacht wird, rate ich immer, mit Vertrauenspersonen zu sprechen. Da kann der Blick von außen helfen, etwa durch Familie oder gute Freunde.“ Wer ein dubioses Angebot erhält, sollte sich professionellen Rat holen und emotionale Kaufentscheidungen vermeiden, um nicht Opfer solcher Betrugsmaschen zu werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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