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Fehlalarm

Fatales Missverständnis: Polizei feuert 30 Mal auf Bundeswehr

Fatales Missverständnis: Polizei feuert 30 Mal auf Bundeswehr
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Bewaffnete Männer in Tarnkleidung, Warnschüsse und ein Verletzter – was als Militärübung geplant war, endete in einem dramatischen Schusswechsel zwischen Polizei und Bundeswehr.

In Altenerding kam es am Mittwochabend zu einem folgenschweren Missverständnis zwischen Polizei und Bundeswehr. Bei dem Vorfall eröffneten Polizeibeamte das Feuer auf Soldaten, wobei ein Militärangehöriger durch einen Streifschuss im Gesicht verletzt wurde. Wie die „Bild“ berichtet, liegen nun detailliertere Informationen zur Entstehung des Zwischenfalls vor.

Der Vorfall nahm seinen Anfang gegen 17 Uhr, als mehrere Verkehrsteilnehmer bewaffnete Personen in Tarnkleidung bemerkten und den Notruf wählten. Obwohl den Beamten bekannt war, dass in der Region eine militärische Übung stattfinden sollte, ergab die Rückfrage bei der zuständigen Bundeswehrstelle, dass der Übungsbeginn erst für den Folgetag um 23 Uhr angesetzt war.

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Diese Information veranlasste die Einsatzkräfte, von einer akuten Bedrohungslage durch bewaffnete Kriminelle auszugehen. Daraufhin wurde ein umfangreiches Polizeiaufgebot mobilisiert, darunter auch Spezialeinheiten des SEK (Spezialeinsatzkommando).

Fataler Schusswechsel

Als die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintrafen und die Personen in Tarnkleidung entdeckten, gaben sie zunächst Warnschüsse ab. Die Soldaten interpretierten das Erscheinen der Polizisten fälschlicherweise als Teil ihrer Übung. Während zwei von ihnen sich ergaben, feuerte ein dritter Soldat etwa zehn Platzpatronen auf die Beamten ab. Die Polizisten meldeten daraufhin über Funk, unter schwerem Beschuss zu stehen.

Laut „Bild“ reagierten die Beamten mit rund 30 Schüssen. Dabei erlitt ein Soldat einen Streifschuss im Gesichtsbereich. Erst einige Minuten nach dem Schusswechsel meldete sich die Bundeswehr bei der Polizei und klärte auf, dass die Soldaten bereits an diesem Tag ihr Quartier an der Straßenmeisterei – dem Ort des Schusswechsels – bezogen hatten.

Interne Untersuchung

Der Zwischenfall wird nun intern untersucht. Ein Polizeibeamter erklärte gegenüber der „Bild“: „Die Polizisten haben hochprofessionell gearbeitet.“ Innerhalb der Behörde werde allerdings auch die Frage diskutiert, warum bei 30 abgegebenen Schüssen niemand direkt getroffen wurde.

Von Seiten der Bundeswehr gibt es bislang keine weiteren Stellungnahmen zu dem Vorfall.

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KO KOSMO-Redaktion
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