Die Arbeiterkammer deckt Mängel bei Grundpreisen in Super- und Drogeriemärkten auf. Trotz Verbesserungen bleiben viele Preise schwer lesbar oder fehlen.
Die Arbeiterkammer (AK) hat in einer Untersuchung die Grundpreisauszeichnung in zehn Super- und Drogeriemärkten unter die Lupe genommen. Diese Analyse, die vom 27. Januar bis zum 20. Februar 2025 stattfand, umfasste die Märkte Hofer, Lidl, Penny, Billa, Spar, Interspar, Billa Plus, Bipa, DM und Müller. Trotz einiger Verbesserungen, insbesondere bei Hofer, bleiben viele Grundpreise schwer lesbar, zu klein oder fehlen ganz. In den Müller-Filialen beträgt die Schriftgröße oft nur 1 bis 1,5 Millimeter, was ohne sehr gutes Sehvermögen kaum zu erkennen ist.
Positiv hervorgehoben wurden Lidl und Spar, da dort alle Grundpreise korrekt und inklusive Maßeinheiten ausgezeichnet waren. Auch bei Hofer und Penny wurden Fortschritte festgestellt. Weniger erfreulich ist jedoch, dass in mehreren Fällen der Grundpreis komplett fehlte, beispielsweise im DM-Onlineshop bei Produkten wie Duschgel, Shampoo, Seife und Körpermilch. Auch in den Filialen von DM und Interspar wurde bei Flüssigseifen keine Grundpreisauszeichnung gefunden. Im Vergleich zum Vorjahr erkennt die AK dennoch leichte Verbesserungen.
Herausforderungen bei Maßeinheiten
Ein weiteres Problem stellt die uneinheitliche Verwendung von Maßeinheiten innerhalb derselben Produktgruppen dar. So wird Käse in den Filialen von Hofer und Billa teils pro Kilogramm, teils pro 100 Gramm ausgezeichnet. In den Müller-Filialen variiert die Angabe des Grundpreises bei Shampoo zwischen Liter und 100 Milliliter, was den Preisvergleich für Konsument:innen erheblich erschwert.
„Für uns ist das Ergebnis weiterhin unbefriedigend. Die Teuerung setzt vielen Menschen nach wie vor zu. Wer Preise vergleichen will, braucht Adleraugen und einen Taschenrechner“, kritisiert Gabriele Zgubic, Konsument:innenschützerin der AK.