Biologische Frauen gegen Transfrauen auf dem Fußballfeld – die FPÖ Wien sieht den Frauensport in Gefahr und fordert klare Regeln nach britischem Vorbild.
Die FPÖ Wien kritisiert scharf die Teilnahme von Transfrauen in der Wiener Frauen-Landesliga und fordert umgehende Konsequenzen. Der Wiener FPÖ-Obmann Dominik Nepp bezeichnet die aktuelle Situation als unhaltbar und sieht darin eine grundlegende Gefährdung des Frauensports.
„Die Realität hat unsere langjährigen Warnungen eingeholt: In der Wiener Frauen-Landesliga spielen mittlerweile Personen mit männlichen Körpermerkmalen, während die SPÖ untätig bleibt. Dies untergräbt die Grundprinzipien des Frauenfußballs und jeglichen sportlichen Fairnessgedanken„, äußert sich Nepp zu dem vom Kurier thematisierten Fall.
Der Wiener FPÖ-Chef zeigt sich zuversichtlich, dass der Österreichische Fußballbund (ÖFB) die vorgebrachten Bedenken aufgreifen wird. „Fairness im Sport erfordert eindeutige Regelungen. Das britische Modell, das Transfrauen vom Frauenfußball ausschließt, sollte auch in Österreich zur Anwendung kommen“, fordert er.
Britisches Vorbild mit strikten Regeln
Das von Nepp angesprochene britische Modell wurde erst kürzlich verschärft: Der englische Fußballverband FA hat mit Wirkung ab 1. Juni 2025 Transgender-Frauen die Teilnahme an allen Frauen-Fußballbewerben komplett untersagt. Die Entscheidung folgt einem Urteil des britischen Supreme Court, wonach das Geschlecht im Sinne des Gleichstellungsrechts durch das biologische Geschlecht definiert ist. Auch der schottische Fußballverband SFA hat angekündigt, Transgender-Frauen ab der neuen Saison von nationalen Frauenbewerben auszuschließen.
Während in Großbritannien damit eine besonders restriktive Linie verfolgt wird, gelten in anderen europäischen Ländern – darunter Österreich – weiterhin individuelle Regelungen, die meist auf Testosteronwerten und medizinischen Gutachten basieren.
Kritik an Stadtrat
Besonders die Haltung des Wiener SPÖ-Sportstadtrats Hacker steht im Zentrum der Kritik. „Wenn Stadtrat Hacker als Aufsichtsverantwortlicher für den Wiener Sport die Situation lediglich als ‚komisch‘ bezeichnet und keine Intervention plant, ist das völlig inakzeptabel. Er muss unverzüglich klare Anweisungen erlassen, die sicherstellen, dass Frauenmannschaften ausschließlich biologischen Frauen vorbehalten bleiben. Andernfalls riskieren wir nicht nur die Integrität des Wettbewerbs, sondern auch die Sicherheit der Spielerinnen“, betont Nepp.
Parlamentarische Schritte
Die Wiener Freiheitlichen kündigen parlamentarische Schritte an und planen, bei der kommenden Gemeinderatssitzung im September entsprechende Anträge einzubringen. „Diese Entwicklung muss umgehend korrigiert werden.
Es ist inakzeptabel, wenn unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung die Substanz des Frauensports ausgehöhlt wird“, schließt der FPÖ-Politiker.