Start Infotainment Kurios Frau macht Nacktfotos in ehemaligem Belgrader-Konzentrationslager: „Ich verehre diese Bilder“
BELGRAD

Frau macht Nacktfotos in ehemaligem Belgrader-Konzentrationslager: „Ich verehre diese Bilder“

(FOTO: Instagram Screenshot)

Das Foto einer völlig nackten Frau, das innerhalb des ehemaligen NS-Konzentrationslager Topovske Šupe in Belgrad aufgenommen wurde, sorgt für Entsetzen. Das Museum der Genozidopfer hat heute auf das schockierende Bild reagiert.

Die Frau postete auf ihrem Instagram-Profil ein Foto, das an diesem Ort des Leidens aufgenommen wurde, der seit kurzem eine Organisationseinheit der neu gegründeten Gedenkstätte „Staro Sajmište“ ist.

„Diese Fotosession fand nach der Scheidung statt, als ich Rückenwind brauchte. Manche reisen weit, andere daten viel, gehen aus, lassen sich tätowieren, betrinken sich …. Dies wurde in einem heruntergekommenen und verlassenen Gebäude auf der Autokomanda fotografiert, wo die Möglichkeit bestand, dass jemand vorbeikam, was eine Dosis Spannung erzeugte. Noch heute vergöttere ich diese Fotos, obwohl ich später unzählige Male Nacktfotos gemacht habe. Sie haben definitiv zur Heilung beigetragen. Und was hast du nach der Trennung verrücktes gemacht?“, schrieb sie als Caption unter das Foto.

Nirgendwo in der Beschreibung des Fotos wird erwähnt, dass es sich um das ehemaliges Konzentrationslager in Topovske Šupe handelt. Das Foto stellt für viele eine Art Schändung der Erinnerung an mehr als 6.500 Juden und Roma dar, die während des zweiten Weltkriegs in diesem Komplex gefangen waren.

Das Museum der Genozidopfer, eine kulturelle Institution von nationaler Bedeutung für die Republik Serbien, die wichtigste auf dem Gebiet der Pflege der Erinnerungskultur an die Opfer des Völkermords an Serben, des Holocaust und des Völkermords an den Roma, äußerte sich besorgt über das erneute unangemessene und antizivilisatorische Verhalten bestimmter Bürger an Hinrichtungsstätten oder in unmittelbarer Nähe von öffentlichen Denkmälern, die Opfern des Zweiten Weltkriegs gewidmet sind, heißt es in einer Erklärung des Museums.

„Ernstes Problem
In der Stellungnahme wird darauf hingewiesen, dass die immer häufiger werdenden unangemessenen Handlungen zu einem ernsten gesellschaftlichen Problem heranzuwachsen drohen. Leider gibt es in der gesamten Republik Serbien zahlreiche Fälle von unsachgemäßem Umgang mit Leidensstätten, Hinrichtungsstätten und öffentlichen Denkmälern, so das Museum.