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rigoroses Vorgehen

Freitag mit Folgen: AMS sperrt Frau für sechs Wochen

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Symbolbild (FOTO: iStock)

In den unerbittlichen Mühlen des österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS) hat sich eine bemerkenswerte Geschichte entfaltet, die die Grenzen des Systems aufzeigt. Evelyn G., eine alleinerziehende Mutter aus Niederösterreich, fand sich trotz intensiver Bemühungen um Arbeit und sorgfältiger Organisation der Kinderbetreuung plötzlich ohne AMS-Unterstützung wieder.

Evelyn G., eine Frau mit bemerkenswerter Arbeitsethik, begann ihre berufliche Laufbahn bereits im Alter von 15 Jahren. Ohne Unterbrechung arbeitete sie Vollzeit, bis die Geburt ihres Kindes sie dazu veranlasste, eine Auszeit zu nehmen. Nach einem Jahr Karenzzeit nutzte sie die Möglichkeit einer Bildungskarenz, um ihre Fähigkeiten zu erweitern und sich auf eine neue berufliche Herausforderung vorzubereiten.

Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Ihr bisheriger Arbeitgeber ging in Pension, und Evelyn G. stand ohne Job da. Als alleinerziehende Mutter war sie nun gezwungen, sich beim AMS zu melden und auf die Suche nach einer neuen Beschäftigung zu begeben. Die Organisation der Kinderbetreuung stellte dabei eine zusätzliche Herausforderung dar.

AMS-Sperre

Obwohl sie sich aktiv um eine Anstellung bemühte und auch die Kinderbetreuung organisierte (von Montag bis Donnerstag), erhielt sie nicht nur eine Absage vom potenziellen Arbeitgeber, sondern auch eine sechswöchige Sperre des AMS-Bezugs, da das mitarbeitersuchende Unternehmen das Vorstellungsgespräch nur an einem Freitag anbieten konnte. Ein einzelner Wochentag war der Grund für diese rigorose Entscheidung. Eine Entscheidung, die Evelyn G. in eine prekäre Lage brachte und Fragen zur Flexibilität und Menschlichkeit des AMS aufwirft.