Das gefährliche Blauzungenvirus breitet sich weiter aus: Nach Kärnten und der Steiermark sind nun 38 Betriebe in Niederösterreich betroffen. Ungeimpfte Tiere tragen das höchste Risiko.
Die Blauzungenkrankheit hat nun auch Niederösterreich erreicht. Nachdem das Virus bereits in Kärnten und der Steiermark stark verbreitet war, wurden am Donnerstagnachmittag 38 niederösterreichische Betriebe positiv getestet. Fachleute vermuten, dass die feucht-milden Wetterbedingungen die Ausbreitung des Erregers begünstigen.
Während Rinder die Infektion meist überleben, verläuft sie für Schafe häufig tödlich. Aktuell wurden 49 infizierte Tiere in verschiedenen Regionen Niederösterreichs bestätigt, darunter im Mostviertel, Waldviertel und Industrieviertel. Wie der ORF Niederösterreich berichtet, war keines der erkrankten Tiere immunisiert – ein Versäumnis, das nun dringend behoben werden soll.
Schnelle Ausbreitung
Die Blauzungenkrankheit breitet sich in Österreich mit hohem Tempo aus und betrifft hauptsächlich Rinder, Schafe und Ziegen. Obwohl nur Impfungen wirksamen Schutz bieten können, erschwert die schnelle Mutation des Virus die Bekämpfung.
In der Steiermark wurden bereits Exportstopp verhängt.