Bosnien marschiert ins Achtelfinale – und selbst der unterlegene Gegner kann seine Bewunderung nicht verbergen.
Bosnien und Herzegowina setzte sich im Gruppenspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 gegen Katar mit 3:1 durch und löste damit das Ticket für das Achtelfinale. Katars Cheftrainer Julen Lopetegui zollte dem Gegner nach dem Abpfiff großen Respekt – und hob dabei zwei bosnische Akteure besonders hervor: Kerim Alajbegovic und Esmir Bajraktarevic ernteten vom spanischen Coach ausschließlich Lob.
Lopeteguis Analyse
„Dieses Spiel hat uns ermöglicht, einen weiteren Schritt in der Geschichte des katarischen Fußballs zu gehen. Ich glaube, wir haben bewiesen, dass wir auf diesem Niveau mithalten und uns behaupten können“, erklärte Lopetegui und ergänzte: „Leider hat der Gegner ein außergewöhnliches Tor erzielt – das unterstreicht die Klasse, die diese Mannschaft besitzt, vor allem durch ihre beiden herausragenden Flügelspieler, die zu den vielversprechendsten ihrer Position in ganz Europa zählen.“
Bis zu diesem Moment hätten die Bosnier kaum echte Torchancen kreiert, nutzten aber ihre individuelle Qualität eiskalt. Beim zweiten Gegentreffer hätte Katar als Mannschaft besser reagieren müssen, so Lopetegui.
Moral trotz Niederlage
Lopetegui räumte zwar ein, dass Katar eine Chance liegen gelassen habe – betonte aber gleichzeitig den Charakter seines Teams. „Danach haben wir das Spielgeschehen wieder in die Hand genommen, unseren Fußball gespielt, den Ball besser zirkulieren lassen und die Struktur stabilisiert.“
„Wir haben Moral bewiesen, auf 2:1 verkürzt und drei, vier hochkarätige Ausgleichsmöglichkeiten herausgespielt. Deshalb dürfen wir die verpasste Chance bedauern – aber wir können gleichzeitig stolz darauf sein, wie wir reagiert und uns auf dem Platz präsentiert haben“, schloss der katarische Teamchef.