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Hitzewelle

Hitzeschläge auch bei Jungen: Frankreichs Krankenhäuser am Kollaps

Hitzeschläge auch bei Jungen: Frankreichs Krankenhäuser am Kollaps
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2 Min. Lesezeit |

Frankreich brennt: 51 Millionen Menschen unter Alarmstufe Rot – und die Notaufnahmen kämpfen gegen eine Welle, die kein Ende kennt.

In 72 der 101 französischen Départements gilt seit Donnerstag die höchste Hitzewarnstufe – Alarmstufe Rot. Rund 51 Millionen Menschen sind davon betroffen. In weiteren 17 Départements wurde die zweithöchste Warnstufe aktiviert.

Dramatische Notfallzahlen

Die Gesundheitsbehörden verzeichnen eine dramatische Zunahme hitzebedingter Notfälle: Die Zahl der Patienten, die ärztliche Notversorgung in Anspruch nehmen, hat sich im Vergleich zu normalen Verhältnissen verdreifacht. Hitzschläge häufen sich – auffällig oft auch bei jüngeren Menschen. Allein am Montag wurden landesweit mehr als 650 Personen in Notaufnahmen behandelt; täglich werden zwischen 160 und 220 Patienten stationär aufgenommen.

Nach Angaben der französischen Regierung sind in Verbindung mit der Hitzewelle mindestens sieben Menschen gestorben – davon fünf bei Badeunfällen sowie zwei beim Sport in Paris und im Großraum Lyon.

An der Atlantikküste zeigt sich die Intensität der Hitzewelle besonders deutlich: In La Rochelle wurden bereits in den frühen Morgenstunden – gegen 5 Uhr – knapp 30 Grad gemessen. Météo France registrierte am 23. Juni mit einer landesweiten Durchschnittstemperatur von 29,8 Grad Celsius den bislang heißesten Tag in Frankreich seit Beginn der Messungen – in der Ortschaft Pissos an der Atlantikküste wurden vorläufig 44,3 Grad erreicht. Wissenschaftler machen den menschengemachten Klimawandel für die Verschärfung der Extremtemperaturen verantwortlich; in Teilen Westeuropas liegen die Werte dadurch um bis zu vier Grad über dem, was ohne den Klimawandel zu erwarten wäre.

Leichte Entspannung

Eine gewisse Entspannung zeichnet sich ab Freitag zunächst entlang der Atlantikküste ab – für den Großteil des Landes bleibt die Lage jedoch vorerst angespannt.

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KO KOSMO-Redaktion
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