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Hitzewelle

Frankreich kocht: 40 Grad, Zugausfälle und erster Hitzetod

Frankreich kocht: 40 Grad, Zugausfälle und erster Hitzetod
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

40 Grad, ein Todesfall, Zugausfälle und gedrosselte Atomkraftwerke – Frankreich steuert auf einen der schwersten Hitzetage seit Jahren zu.

Frankreich stöhnt unter einer massiven Hitzewelle. Für große Teile des Landes werden in den nächsten Tagen Temperaturen von bis zu 40 Grad prognostiziert. Bereits jetzt gilt in einem Viertel des Landes – darunter auch die Hauptstadt Paris – die orangefarbene Warnstufe, die zweithöchste im nationalen Alarmsystem.

Ab Freitag wird diese Einstufung für mehr als die Hälfte des Landes Gültigkeit haben. Der staatliche Wetterdienst Météo-France beschreibt die Hitzewelle als „flächendeckend, lang anhaltend und intensiv“. Den Scheitelpunkt der Extremtemperaturen erwartet der Dienst für Sonntag oder Montag.

Bereits jetzt ist die Hitzewelle mit einem Todesfall verbunden. Ein 30-jähriger Mann wurde mit einem Herzstillstand auf einer Sportanlage in Ermont, einem nördlichen Vorort von Paris, aufgefunden, wie die Feuerwehr mitteilte. Alle Wiederbelebungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg.

Züge und Kraftwerke

Die staatliche Bahngesellschaft SNCF reagiert mit einschneidenden Konsequenzen für den Fernverkehr: Bis einschließlich Montag werden 71 Verbindungen gestrichen. Davon betroffen sind unter anderem die Strecken Paris–Toulouse, Paris–Clermont-Ferrand sowie Bordeaux–Marseille. Laut einem Bericht von NTV sollen damit „mögliche Pannen der Klimaanlagen bei sehr hohen Temperaturen“ verhindert werden. Die auf diesen Strecken eingesetzten Corail-Züge verfügen über veraltete Klimatechnik, die bei extremer Hitze während der Fahrt versagen könnte.

Auch der Energiesektor ist von den Folgen betroffen: Der Konzern EDF warnte, dass drei Atomkraftwerke in der kommenden Woche ihre Produktion drosseln müssen – bedingt durch die hohen Wassertemperaturen in Rhône und Garonne.

Schulen unter Druck

Besondere Sorgen bereitet die Situation an den Schulen. Viele Gebäude sind baulich kaum auf anhaltende Extremhitze ausgelegt. Die Entscheidung über eine mögliche Aussetzung des Unterrichts liegt bei den jeweiligen Bürgermeistern.

Während einer vergleichbaren Hitzewelle im Juni des Vorjahres wurden landesweit rund 2.200 Schulen geschlossen.

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KO KOSMO-Redaktion
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