El Niño trifft auf Hochsommer – und Österreich steuert auf einen Sommer zu, der Rekorde brechen könnte.
Die Schulferien stehen vor der Tür – und während die Temperaturen bereits Ende Juni in Rekordhöhen klettern, stellen sich viele Österreicherinnen und Österreicher die bange Frage, was der Hochsommer dann erst bringen wird. Hinter den extremen Messwerten steckt das tropische Pazifik-Phänomen El Niño: 2026 gilt offiziell als El-Niño-Jahr – von manchen Meteorologen sogar als Super-El-Niño-Periode eingestuft.
Typisch für solche Phasen sind ausgeprägte Wetterextreme: einerseits anhaltende Hitze und Trockenheit, andererseits heftige Gewitterereignisse. Dass dieser Sommer kein gewöhnlicher wird, ist bereits jetzt deutlich zu spüren.
Rekordverdächtiger Sommer
Eines zeichnet sich nach aktuellem Stand klar ab: Der heurige Sommer könnte der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Zum Vergleich: Die bislang höchste in Österreich gemessene Lufttemperatur beträgt 40,5 Grad Celsius und wurde am 8. August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich registriert.
Laut den Prognosen des ECMWF (Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage) mit Sitz in Reading dürfte der Juli dabei noch extremer ausfallen als der bereits heiße Juni.
Die Rechenmodelle der Experten prognostizieren kräftigen Hochdruck, trockene Luftmassen und eine Atmosphäre, die eingestrahlte Wärme kaum mehr abgibt. Spitzenwerte von 38 Grad – in einzelnen Regionen auch darüber – gelten in diesem Szenario als realistisch.
Der August soll zwar ebenfalls überdurchschnittlich warm bleiben, jedoch von unbeständigeren Wetterphasen geprägt sein – mit Gewittern und Regenfällen, die vorübergehend für Abkühlung sorgen.
Hitzewellen mit Temperaturen von 38 Grad und mehr müssen in den kommenden Wochen einkalkuliert werden.