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Verhandlungen

Gehaltserhöhung und mehr Urlaubstage: Das ist der Plan!

Gehaltserhöhung und mehr Urlaubstage: Das ist der Plan!
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2 Min. Lesezeit |

Die aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen im Handel konzentrieren sich auf die Forderungen der Arbeitnehmer nach Gehaltserhöhungen und verbesserten Arbeitsbedingungen. Neben der Erhöhung der Löhne stehen zusätzliche Urlaubstage und neue Regelungen für Überstunden im Mittelpunkt.

Diese werden bisher ohne Zuschlag vergütet, was besonders für die zahlreichen Teilzeitbeschäftigten im Handel von großer Bedeutung ist. Laut aktuellen Zahlen arbeiten im Handel 35,5 Prozent der Beschäftigten weniger als die Normarbeitszeit, wobei der Anteil bei Frauen 55,2 Prozent beträgt. Insgesamt sind 63,3 Prozent der Angestellten Frauen, was den weiblichen Charakter dieses Sektors deutlich hervorhebt.

Die Chefverhandler der Gewerkschaft GPA, darunter Arnost und Müllauer, bereiten sich auf intensive und komplexe Gespräche vor. Im letzten Jahr wurde eine Einigung erst nach Weihnachten erzielt. Sie betonen, dass Gehaltserhöhungen nicht für Preisanstiege oder Insolvenzen verantwortlich gemacht werden können. Ein zentraler Punkt in den Verhandlungen ist die Erhöhung des Lehrlingsentgelts von derzeit 880 Euro auf 1.000 Euro im ersten Lehrjahr. Zudem sollen die Urlaubstage je nach Dienstjahren gestaffelt erhöht werden: drei Tage ab fünf, zwei Tage ab sieben und ein weiterer Tag ab zehn Jahren Beschäftigung.

Wirtschaftlicher Rahmen und Perspektiven

Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen bleibt die Eigenkapitalstruktur im Handel stabil, und der Personalaufwand liegt konstant bei 11,5 Prozent der Betriebsleistung. Die GPA lehnt sowohl differenzierte Abschlüsse in den verschiedenen Handelsbranchen als auch einen Zwei-Jahres-Abschluss, wie er in der Metallindustrie vereinbart wurde, ab. Unterschiede bestehen zudem im Organisationsgrad der Gewerkschaft, wobei im Handel, insbesondere bei großen Ketten, ein „toller Mitgliederzuwachs“ verzeichnet wurde.

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Obwohl die Metallindustrie dieses Jahr nicht verhandelt, bleibt deren letztjährige Einigung über eine Gehaltserhöhung von 4,8 Prozent, basierend auf einer Inflation von 3,8 Prozent und einem zusätzlichen Prozent, weiterhin ein Thema. Im Handel hingegen gibt es keine Regelung für reduzierte Lohnzahlungen bei schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, da viele kleinere Betriebe keine Bilanzen vorlegen, um ihre finanzielle Lage ausreichend beurteilen zu können.

In diesem Jahr sind bereits vier Verhandlungstermine vorab geplant, um rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft eine Einigung zu erzielen. Der letztmögliche Termin ist der 21. November. Ob die Verhandlungen bis dahin abgeschlossen werden können, bleibt jedoch abzuwarten.

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KO KOSMO-Redaktion
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