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Unterbewusstes Marketing

Geheime Botschaft im Coca-Cola-Logo: DAS haben viele nicht bemerkt

Geheime Botschaft im Coca-Cola-Logo: DAS haben viele nicht bemerkt
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Hinter dem weltbekannten Coca-Cola-Logo verbirgt sich ein raffiniertes Designgeheimnis: Das zweite „C“ trägt einen versteckten Glücksboten, der unbewusst positive Gefühle weckt.

Coca-Cola zählt zu den bekanntesten Marken weltweit – ein Status, der nicht zuletzt auf jahrzehntelange, strategische Marketingarbeit zurückzuführt ist. Forschungen bestätigen immer wieder die entscheidende Rolle von Logos für erfolgreiche Kundenbindung, was sich am Beispiel des Getränkeherstellers deutlich zeigt. Das charakteristische Erscheinungsbild mit dem Coca-Cola-Schriftzug, typischerweise in Weiß auf rotem Grund, variiert je nach Produktvariante leicht in seiner Farbgebung.

Verstecktes Lächeln

Die Typografie des Markennamens zeichnet sich durch ihre fließenden, miteinander verbundenen Buchstaben aus, wobei der Bindestrich zwischen den Wortteilen eher einem Punkt ähnelt. Richard Lau, der Logo.com leitet, lenkt die Aufmerksamkeit besonders auf den zweiten Buchstaben „C“. Während der erste Buchstabe relativ konventionell gestaltet ist und einen verlängerten Unterstrich aufweist, präsentiert sich das nachfolgende „C“ deutlich ornamentaler – mit geschwungenen Elementen am oberen und unteren Ende.

Die obere Verzierung erstreckt sich in einem eleganten Bogen durch das „L“ und reicht bis über das „A“ hinaus. Diese Verlängerung des zweiten „C“ erfüllt neben ihrer dekorativen Funktion einen tieferen Zweck: Sie symbolisiert ein Lächeln und transportiert damit unterschwellig Emotionen wie Freude und Zufriedenheit. „Diese dezente Botschaft bleibt möglicherweise unbemerkt, erzeugt jedoch unterbewusst eine positive Assoziation mit der Marke im Bewusstsein der Verbraucher“, erläutert Lau.

Historische Entwicklung

Das gegenwärtige Erscheinungsbild des Logos stammt aus dem Jahr 1969, obwohl die Marke bereits seit 1886 mit einem Logo am Markt vertreten ist. An der ursprünglichen Gestaltung sowie der Namensgebung war maßgeblich Frank M. Robinson beteiligt, der als Geschäftspartner und Buchhalter des Erfinders John S. Pemberton fungierte, eines Apothekers von Beruf. Robinson entwickelte nicht nur den Markennamen Coca-Cola, sondern entwarf auch das erste Logo und entschied sich bewusst für die auffälligen, geschwungenen Großbuchstaben „C“, um die Werbewirkung zu verstärken.

Die erste Logoversion weist bereits große Ähnlichkeit mit dem heutigen Design auf und basierte auf der Spencer-Schrift (historische Schreibschrift) – derselben Typografie, die auch im Emblem des Automobilherstellers Ford Verwendung findet. Diese charakteristische Spencer-Schrift verlieh beiden Marken eine ähnliche kalligrafische Anmutung und hob sie deutlich von anderen Logos ihrer Zeit ab. In den nachfolgenden Jahrzehnten entstanden weitere Designentwürfe, die sich optisch deutlich vom Original entfernten. Diese experimentelleren Versionen wurden letztlich verworfen, da sie als zu extravagant galten.

Der einprägsame Markenname verweist übrigens auf die ursprünglichen Inhaltsstoffe des Getränks: das Kokablatt („coca leaf“) und die Kolanuss („cola nut“). Obwohl das Kokablatt längst nicht mehr in der Rezeptur enthalten ist, wurde der Name beibehalten – vermutlich ein weiterer Baustein im Erfolgskonzept der Marke.

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KO KOSMO-Redaktion
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