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Weihnachtsmärkte

Glühwein-Test: Süßes Geheimnis oder versteckte Zuckerbombe?

(FOTO: iStock/DiyanaDimitrova)
(FOTO: iStock/DiyanaDimitrova)

In der kalten Jahreszeit ist er der heimliche Star auf den Weihnachtsmärkten und in den Wohnzimmern: Der Glühwein. Doch was steckt eigentlich in dem beliebten Winterdrink? Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung von „Öko-Test“ wirft ein neues Licht auf den Inhalt unserer Glühweingläser.

Die Verbraucherzentrale in Bremen bringt es auf den Punkt: „Meist handelt es sich um günstigeren Wein, der so nicht getrunken werden würde. Mit reichlich Zucker und Aromen schmeckt er den vielen Gästen auf den Märkten offenbar gut.“ Doch wie viel Zucker ist zu viel und was genau verbirgt sich hinter den Aromen? „Öko-Test“ hat 24 Glühweine unter die Lupe genommen und einige interessante Ergebnisse zu Tage gefördert.

Süße Falle und künstliche Aromen

Besonders auffällig waren die enormen Unterschiede beim Zuckergehalt. Der skandinavische Glögg zum Beispiel, enthält laut „Öko-Test“ rund 140 Gramm Zucker pro Liter – mehr als in einer Cola und fast so viel wie 50 Stück Würfelzucker. Ein getesteter Bioglühwein hingegen kam mit moderaten 66 Gramm Zucker pro Liter aus.

Neben dem Zuckergehalt stießen die Tester auch auf künstliche Aromen. In fünf Produkten wurde ein „nicht authentisches Vanille-Aroma“ nachgewiesen. Vanillin, das Aroma, lässt sich synthetisch oder biotechnologisch erzeugen. Für diese künstlichen Aromen zog „Öko-Test“ in der Bewertung Punkte ab.

Glühwein-Champions

Trotz der süßen und künstlichen Überraschungen schnitten die meisten Glühweine im Test gut ab. Mehr als drei Viertel erhielten die Gesamtnote „gut“ oder „sehr gut“. Spitzenreiter waren Winzer- und Bioglühweine, aber auch Eigenmarken konnten überzeugen. Einziger Schatten auf der Glühwein-Landkarte war „Omas Glühwein“ der Marke „Omas Glühweinbude“, der nur mit „ausreichend“ bewertet wurde. Die Tester schmeckten bei diesem Glühpunsch die Verpackung heraus.

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In puncto Pestizidfreiheit konnten zwei konventionelle Glühweine und vier Bioprodukte punkten.

Quelle: oekotest.de